15.6.2015 Oberstdorf/Oberallgäu. Nachdem gestern mehrere Bäche am östlichen Ortsrand der Marktgemeinde Geröll und Schlamm ins bebaute Gebiet brachten, sind heute insbesondere Aufräumarbeiten vorgesehen.

Starkregen, der sich gestern (14. Juni 2105) insbesondere auf das Gebiet unterhalb der Seealpe am Nebelhorn konzentrierte, führte zu Verklausungen in den dortigen Bächen. Dies führte dazu, dass Geröll, Schlamm und Wasser unkontrolliert in Teile des bebauten Ortsrand geschwemmt wurde.

Insbesondere betroffen wurden die Gebiete Dummelsmoos und Faltenbach. Durch die alarmierten Einsatzkräfte wurden rund 300 Personen aus den dortigen Häusern evakuiert und ins „Haus Oberstdorf“ gebracht.

Dort wurden sie vom Rettungsdienst und anderen Freiwilligen betreut. Nachdem sich die Einsatzleitung mittels eines Polizeihubschraubers einen Überblick über das Ausmaß verschafft hatten, und durch Bagger die Verklausungen in den Bächen beseitigt waren, konnten fast alle wieder in ihre Anwesen zurückkehren und mit Aufräumarbeiten beginnen.

Rund 20 Personen mussten die Nacht in Ausweichquartieren verbringen, die von der Marktgemeinde vermittelt wurden. Heute wird geprüft, wann sie in ihre Häuser zurückkehren können.

Zwei zunächst als einsturzgefährdet eingestufte Häuser wurden durch die Feuerwehr gesichert und von außen auf das Mauerwerk drückender Schlamm und Geröll beseitigt. Mittlerweile ist noch eines der Gebäude in einem nicht einzuschätzenden Zustand, weshalb ein Experte heute hinzugezogen wird. Außerdem musste durch die Feuerwehr teilweise ausgetretenes Heizöl aufgefangen werden.

Im Laufe der vergangenen Nacht schafften es die Helfer, alle Ortsstraßen wieder befahrbar zu machen, so dass die Sperrungen zwischenzeitlich aufgehoben werden konnten. Glücklicherweise mussten bei dem Vorfall bislang keine Verletzten verzeichnet werden. Der entstandene Sachschaden ist derzeit nicht zu beziffern.
Heute werden die Helfer von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Bergwacht, Rettungsdienst und Polizei vor allem mit Aufräumarbeiten beschäftigt sein. Auch viele andere Freiwillige sind dabei behilflich.

(PP Schwaben Süd/West / Gemeinde Oberstdorf, 10.30 Uhr, ce)