19.1.2017 Landkreis Unterallgäu. 6,4 Millionen Euro fließen heuer in das Unterallgäuer Kreisstraßennetz. Zieht man Zuschüsse sowie Anteile ab, die Gemeinden, Bund oder Bahn tragen, bleiben dem Landkreis in diesem Jahr Ausgaben von rund 3,4 Millionen Euro.

Tiefbauamtsleiter Walter Pleiner stellte das Investitionsprogramm für die kommenden Jahre dem Kreis- und Bauausschuss in einer gemeinsamen Sitzung vor. Beide Ausschüsse sprachen sich einstimmig für das Programm aus. Einige der Maßnahmen ziehen sich über mehrere Jahre und werden entsprechend auch über diesen Zeitraum finanziert.

Zu Buche schlagen einige Maßnahmen, die bereits 2016 begonnen wurden, wie der Ausbau der Kreisstraße MN8 durch Bedernau und bis zur Abzweigung nach Maria Baumgärtle für insgesamt 2,4 Millionen Euro (Landkreis-Anteil eine Million Euro), die Beseitigung des Bahnübergangs bei Ungerhausen mit Bau einer Eisenbahnüberführung für 4,2 Millionen Euro (Landkreis-Anteil 570.000 Euro) und die Instandsetzung der ehemaligen Eisenbahnbrücke Illerbeuren, die jetzt als Rad- und Gehweg genutzt wird. Die Kosten hierfür liegen bei 2,2 Millionen Euro, abzüglich der Zuschüsse und Beteiligung der Gemeinden beträgt der Eigenanteil des Landkreis 720.000 Euro.

Neu begonnen werden 2017 folgende Projekte:

Die Kreisstraße MN 25 durch Mindelau und weiter Richtung Dorschhausen soll ausgebaut werden. Hier wird auch ein Radweg errichtet. Insgesamt kostet die Maßnahme laut Pleiner 1,8 Millionen Euro, 950.000 Euro davon trägt der Landkreis.
Dass die unfallträchtige Kreuzung der Kreisstraßen MN13 und MN32 zwischen Lauben und Erkheim zu einem Kreisverkehr umgebaut werden soll, hatten Kreis- und Bauausschuss bereits im November beschlossen. Die Maßnahme wird mit rund 700.000 Euro zu Buche schlagen, der Eigenanteil des Landkreises beträgt 350.000 Euro.
Um die Ortsdurchfahrt Wiedergeltingen für Fußgänger sicherer zu machen, soll eine Mittelinsel für 110.000 Euro gebaut werden. Der Anteil des Landkreises beträgt 40.000 Euro.
Für weitere Maßnahmen wie zum Beispiel Deckenbau sind weitere 400.000 Euro allein im Jahr 2017 eingeplant.

Zudem blickte Pleiner ins Jahr 2018. Hier stehen auf dem Programm:

Ausbau der Sebastian-Kneipp-Straße in Ottobeuren,
Ausbau der Ortsdurchfahrt Fellheim,
Ausbau der Kreisstraße MN34 zwischen Legau und Straß,
Ausbau des Bahnübergangs bei Türkheim Bahnhof,
Ausbau der Kreisstraße MN 22 im Bereich des Autobahnanschlusses Woringen,
Änderung der Kreuzung der Staatsstraße 2011 mit der Kreisstraße MN31 bei Eldern im Zuge der Hochwasserschutzmaßnahme.

Landrat Hans-Joachim Weirather dankte nicht nur dem Sachgebiet Tiefbau am Landratsamt für seine Arbeit, sondern auch der Kämmerei, insbesondere dem Mitarbeiter Rudolf Mautz, der sich bislang um den Grunderwerb gekümmert hat und nun in den Ruhestand geht.

Endgültig festgezurrt wird das Investitionsprogramm, wenn der Kreistag den Haushalt 2017 verabschiedet.

Über aktuelle Projekte des Landkreises informiert Euch das Landratsamt auch unter www.unterallgaeu.de/projekte