7.1.2019 Lindau. Durch die starken Schneefälle am Wochenende (5. / 6. Januar), die zeitweise in Schneeregen und schlussendlich in Regen übergegangen sind, hat sich – bezogen auf das Stadtgebiet Lindau, eine außergewöhnliche Gefahrensituation ergeben, die in diesem Ausmaß bislang noch nicht aufgetreten ist.

Das Problem daran war nicht der Schnee an sich, sondern das Zusammenwirken von Schnee und extremer Nässe.

Neben den Beeinträchtigungen des Straßenverkehrs durch die Schneedecke, die im Normalfall zu bewältigen gewesen wären, hat der extrem schwere und harte Schnee bereits zu vielen Astbrüchen und umgestürzten Bäumen geführt. Es besteht nach wie vor eine erhöhte Gesundheitsgefährdung.

Der Bauhof der GTL, mit zusätzlich angemieteten Fahrzeugen und Geräten, die städtischen Hausmeisterdienste und viele Private sind weiterhin unermüdlich im Einsatz. Die Rettungskräfte der Freiwilligen Feuerwehr, des THW und der Blaulichtorganisationen waren im Dauereinsatz. Allein die Feuerwehr hat in 24 Stunden an die 80 Einsätze abgewickelt.

Die Stadt Lindau appelliert an alle Bürger:

unnötige Wege und Fahrten zu vermeiden

wer mit dem Auto unterwegs sein muss, sollte besonders vorsichtig fahren

die Nebenstraßen sind zum Teil einspurig, hier müssen sich Fußgänger und Autos oft eine enge Fahrbahn teilen

den Aufenthalt unter Bäumen zu meiden

die Gehwege (soweit noch nicht erfolgt) möglichst frei zu räumen

insbesondere Flachdächer von den enormen Schneelasten zu befreien

Derzeit sind die Fachleute der Verwaltung und der städtischen Betriebe damit beschäftigt, die Schäden aufzunehmen, zu bewerten und schnellstmöglich zu beseitigen und Gefährdungen abzumildern.

Die städtischen Turnhallen, sowie die Dreifachturnhalle und das Freizeitzentrum Oberreitnau bleiben gesperrt. Das Limare und die Eissportarena sind ab morgen wieder geöffnet.

Der Aeschacher und der Reutiner Friedhof sind gesperrt. Wir bitten dringend darum, erfolgte Sperrungen zu beachten.

Der Stadtbus wird morgen alle Stadtbuslinien fahrplanmäßig bedienen, mit Verspätungen muss gerechnet werden. Wir empfehlen besondere Vorsicht beim Ein- und Ausstieg an den Haltestellen.

Bitte kümmert Euch auch um Eure älteren, hilfsbedürftigen oder kranken Mitmenschen.

Oberbürgermeister Dr. Gerhard Ecker bedankt sich bei allen Einsatzkräften, den Kollegen der Garten- und Tiefbaubetriebe, der Feuerwehr, des THW und des BRK, die in den letzten Tagen unermüdlich unterwegs waren. „Ich möchte aber auch den Mitbürgern danken, die einfach die Schneeschaufel in die Hand genommen haben, um für ältere Nachbarn den Weg frei zu räumen oder gemeinschaftlich ihre Nebenstraße freigeschaufelt haben.“