17.9.2015 Landkreis Unterallgäu. Ab 2017 sollen Fußgänger, Autofahrer und Radler unter der Bahnlinie bei Ungerhausen hindurchgehen oder -fahren können.

Der sogenannte höhengleiche Bahnübergang soll dann durch eine Unterführung ersetzt sein.

Dieses Vorhaben befürwortete der Bauausschuss jetzt einstimmig. Darüber beschließen wird der Kreisausschuss in seiner nächsten Sitzung.

Walter Pleiner, Tiefbauamtsleiter am Landratsamt, erläuterte das Bauvorhaben, das im Zuge der Elektrifizierung der Bahnstrecke München-Lindau stattfindet. Demnach muss die Straßenführung zwischen Ungerhausen und der neuen Unterführung leicht geändert werden. Die Bauarbeiten dafür beginnen Pleiner zufolge im kommenden Jahr. „Die Bahnbrücke wird dann 2017 eingeschoben.“

Bislang verläuft der Verkehr von der Autobahn-Anschlussstelle in Richtung Holzgünz über die Kreisstraße MN 16 und anschließend über die Ungerhauser Bahnhofsstraße, die Kreisstraße MN 17. Da es durch den Umbau des Bahnübergangs zu Höhenunterschieden zwischen den beiden Kreisstraßen kommt, ist dies künftig nicht mehr möglich, wie Pleiner erklärte. Deshalb soll der Verkehr in Zukunft nicht mehr über die Bahnhofsstraße, sondern über die Gutenbergstraße rollen. Diese wird ersatzweise zur MN 17 ausgebaut.

Die Kosten für das gesamte Projekt betragen laut Landrat Hans-Joachim Weirather rund 5,7 Millionen Euro. An dem Bauvorhaben beteiligt sind die Deutsche Bahn Netz AG, der Bund, der Landkreis sowie die Gemeinde Ungerhausen. Die Planung, Durchführung und Kostenverteilung regelt eine Vereinbarung, die der Bauausschuss ebenfalls guthieß.

Eine entsprechende Vereinbarung wurde in der Sitzung auch für die neue Bahnbrücke bei Schwaighausen mit Ausbau der Kreisstraße MN 15 nach Trunkelsberg beschlossen. Für den Ausbau der Kreisstraße MN 26 zwischen Niederrieden und der Memminger Stadtgrenze wurde dem Abschluss einer Vereinbarung zur Abwicklung der Baumaßnahme zugestimmt.