26.6.2015 Memmingen. Nach mehr als 16 Jahren wurde Dekan Kurt Kräß als Pfarrer der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Martin und als Dekan verabschiedet.

Ende Juli geht Kräß in den Ruhestand. Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger verlieh dem evangelischen Dekan mit dem „Kasimir“ eine der höchsten Auszeichnungen der Stadt.

Bis auf den letzten Platz war die Kirche Unser Frauen zum Abschiedsgottesdienst von Dekan Kurt Kräß besetzt. Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger würdigte in seiner Laudatio die gemeinsame Zusammenarbeit als eine „schöne und erfüllte Zeit“. „Sie haben sich in ihrer Amtszeit in herausragender Weise um die Stadt verdient gemacht“, betonte Dr. Holzinger. Gerade im Hinblick auf die Ökumene, aber auch in der Zusammenarbeit mit der muslimischen Gemeinde habe Kräß sich eingesetzt.

Der Rathauschef erinnerte an die Veranstaltung im Jahr 2000 anlässlich der Gedenkfeier zur 475. Wiederkehr des Abfassung der Zwölf Bauernartikel mit dem damaligen Bundespräsident Johannes Rau und das Engagement von Kräß in der Jury des „Memminger Freiheitspreises 1525“.

Zum Dank für sein segensreiches Wirken in der Stadt überreichte Dr. Holzinger Kräß mit dem „Kasimir“ eine der höchsten Auszeichnungen der Stadt Memmingen.

Zuvor wurde Kräß im Gottesdienst von Regionalbischof Michael Grabow offiziell verabschiedet: „Ich möchte Ihnen im Namen der Kirche, der Gemeinde und des Dekanatsbezirks für ihr Sein, ihr Menschsein, ihr so Sein wie sie sind danken. Sie haben die Frohe Botschaft in die Menschen hineinverkündigt“.

Die Präsidiumsmitglieder Marianne Westhauser und Stefan Gutermann sprachen Kräß ihren Dank für den Dekanatsbezirks aus. Rolf Spitz betonte als Vertrauensmann des Kirchenvorstandes von St. Martin die vielen positiven Seiten von Kräß. Der katholische Dekan Ludwig Waldmüller brachte die sehr gute geschwisterliche Zusammenarbeit der christlichen Konfessionen in Memmingen auf den Punkt.

Mit dem Pfarrerehepaar Claudia und Christoph Schieder werden im Herbst zwei Personen die Nachfolge von Dekan Kräß antreten. Nach Auskünftigen von Regionalbischof Grabow wird sich das Pfarrerehepaar die Stelle teilen.