1.6.2015 Landkreis Unterallgäu. In den kommenden Tagen soll es zum ersten Mal in diesem Jahr Badewetter geben. Wer sich in einem See oder Weiher erfrischen will, kann dies im Unterallgäu bedenkenlos tun.

„Die Wasserqualität der Badegewässer im Landkreis ist durchweg gut“, sagt Dr. Wolfgang Glasmann, Leiter des Gesundheitsamts am Landratsamt. Das hätten aktuelle Untersuchungen ergeben.

In der Badesaison wird die Wasserqualität vom Gesundheitsamt kontrolliert. So genannte EU-Badegewässer, also Seen, die überregionale Bedeutung haben, werden laut Glasmann von Mai bis September einmal im Monat untersucht. Im Unterallgäu gibt es drei EU-Badegewässer: das Bad Clevers in Bad Grönenbach, den Rothdachweiher in Babenhausen und das Schachenbad bei Ottobeuren. „Andere häufig frequentierte Seen werden während der Badesaison wiederholt stichprobenartig überprüft“, so der Leiter des Gesundheitsamts.

Ist ein See verunreinigt, kann das Baden krankmachen. Denn alle Schwimmer und vor allem auch im Wasser spielende Kinder schlucken unbemerkt Wasser, erläutert Glasmann. Enthält dieses Krankheitserreger, könne das unter anderem zu Brechdurchfall führen. Stellen die Mitarbeiter des Gesundheitsamts Verunreinigungen oder andere Missstände fest, informieren sie die jeweilige Gemeinde. Wenn es nötig ist, warnt diese dann zum Beispiel mit Schildern vor dem Schwimmen.

Zur Freude am Baden trägt aber nicht nur sauberes Wasser, sondern auch eine saubere Liegewiese bei. „Badegäste sollten keinen Müll zurücklassen, sondern Essensreste und leere Verpackungen in die aufgestellten Abfalleimer werfen oder wieder mit nach Hause nehmen“, sagt Glasmann. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass zum Beispiel von kaputten Glasflaschen keine Scherben liegenbleiben. „Sonst besteht Verletzungsgefahr.“