31.8.2019 Wangen im Allgäu. Der Verein Festspiele Wangen und ihr Künstlerischer Leiter, Peter Raffalt, zeigen sich glücklich über den Verlauf der Saison 2019.

Seit Ende Juli hat das Ensemble den „Zerbrochnen Krug“, „Zauberer von Oz“ und „All das Schöne“ gespielt – vor insgesamt mehr als 6000 Zuschauern und fast immer im Freien auf der Bühne im Zunftwinkel.

Für Manfred Wolfrum, erster Vorsitzender der Festspiele Wangen, ging mit dem Ende der Aufführungen „die fünfte Wangener Jahreszeit“ zu Ende. „Die Saison 2019 war ein Super-Erfolg. Herzlichen Dank an das ganze Team“, sagte er beim internen Abschluss.

„Drei Vorstellungen mussten wir komplett in der Häge-Schmiede spielen“, sagte der zweite Vorstand, Christoph Morlok, und fügte im Scherz hinzu „- eigentlich 3,5“. Denn tatsächlich musste einmal im Stück umgezogen werden. Ansonsten war das Wetter dieses wechselhaften Allgäu-Sommers mit dem Verein und dem Ensemble.

Morlok hob das Verdienst des Künstlerischen Leiters, Peter Raffalt, hervor: Er bringe neben der Idee und den Personen vor allem sich selber ein – von der ersten bis zur letzten Minute. Morlok erinnerte zudem an die finanzielle Unterstützung der Festspiele vom Land Baden-Württemberg, der Stadt Wangen und vielen Sponsoren und die das Theater im Zunftwinkel erst ermöglicht.

Doch nicht nur die positiven Zahlen stimmen froh am Ende der drei Monate Probenzeit und Aufführungen in Wangen. Peter Raffalt freut sich insbesondere, dass das Publikum den „Zerbrochnen Krug“ so gut angenommen hat. Er erzielte gegen den Trend der Vorjahre mehr Interesse als das Familienstück und nicht wenige Besucher kamen mehrmals. „Ich habe an den Reaktionen gemerkt, wie die Leute auf die Geschichte einsteigen. Sie sind richtig eingetaucht“, sagte er.

Für ihn war es das dritte Jahr im Wangener Festspielsommer. Seinem Team bescheinigte er seltene Harmonie und tolle Zusammenarbeit. „Das war auch Teil des Erfolgs“, sagte er. Dabei wurde sehr viel gearbeitet für die beiden Hauptstücke, aber auch für „All das Schöne“, das Stefanie Smailes als Solostück fünfmal jeweils vor komplett ausverkaufter Häge-Schmiede spielte.

„Wir brauchen uns mit dem, was wir auf die Beine gestellt haben, nicht zu verstecken“, sagte Raffalt. Sein Lob und Dank galt allen Helfern hinter der Bühne, ohne die kein reibungsloser Ablauf möglich wäre. Und er machte den jungen Laienschauspielern ein großes Kompliment für ihre Energie und Spielfreude, mit der sie im „Oz“ auf der Bühne standen.

Zur Leistung der beiden gestandenen Männer Frank Peter Käse und Reinhard Harnoß, die im „Krug“ abwechselnd den Veit Tümpel und den Schütter spielten, sagte er mit großem Respekt: „Hut ab!“ Er dankte dem Verein für das Vertrauen und Oberbürgermeister Michael Lang für den Rückenwind, den die Festspiele von Seiten der Stadt bekommen.

OB Lang bescheinigte den Festspielen, ein „ganz großes kulturelles Highlight in Wangen“ zu sein. Er dankte denn auch dem gesamten Team, dass es den Sommer in Wangen verbrachte. Den Künstlerischen Leiter beglückwünschte er zur Auswahl der Stücke. „Sie waren ganz großartig gewählt“, sagte er.

Der „Krug“ passe hervorragend in unsere Zeit und auch der „Zauberer von Oz“ sei mit seinen vielen Wahrheiten mindestens so gut für Erwachsene wie für Kinder geeignet.

Als „tolle Auszeichnung durch das Land Baden-Württemberg“ bezeichnete er den Besuch von Staatssekretärin Petra Olschowski bei der Premiere des „Zerbrochnen Krug“.

In seinen Dank schloss er nicht nur Manfred Wolfrum, Christoph Morlok und alle anderen Vorstandsmitglieder ein, sondern auch die Laien und die Familien, die den Sommer in Wangen mit den Festspielen verbringen.

Bleibt die Frage, wie es 2020 weitergeht. Der Festspielverein hofft auf eine erneute Zusammenarbeit mit Peter Raffalt.