31.8.2019 Wangen im Allgäu. Noch bevor die Ergebnisse der Online-Bürgerbeteiligung (www.nextgenerba) vorliegen können (sie dauert noch bis 31. Juli 2019), haben sich die Verantwortlichen von Green City Experience mit jungen Menschen zum so genannten ersten „Fokus-Rundgang“ aufgemacht.

Dieser Rundgang war vorgezogen worden, weil es dem Büro aus München interessant schien zu hören, wie Austauschschüler aus Johannesburg / Südafrika auf die Erba und die sich dort neu eröffnenden Möglichkeiten sehen.

Gemeinsam mit ihren deutschen Austauschpartnern vom Rupert-Neß-Gymnasium ließen sie sich von Marianne Pfaffinger, Bärbel Hinterberger und David Roth von Green City Experience sowie Markus Heggelbacher von der Stadt Wangen zeigen, wie die Stadt das Pförtnergebäude verändern und wo sie die Festwiese anlegen wird.

Bei einem Rundgang um die Örtlichkeiten herum konnte die ganze Gruppe Vorschläge machen, was für eine Nutzung sie sich auf dem Gelände und in dem Gebäude vorstellen kann. Marianne Pfaffinger betonte dabei, wie außergewöhnlich es sei, dass die Stadt Wangen einen solch intensiven Bürgerbeteiligungsprozess zu diesem Thema stattfinden lasse. Und sie forderte die Jugendlichen dazu auf, sich noch an der Online-Befragung zu beteiligen.

Bei der Besprechungen von Vorschlägen, die über die Plattform www.nextgenerba.de bereits eingegangen sind, und bei der Frage nach Vorschlägen aus der Gruppe kamen vor allem Wünsche, die Richtung Musik und Festivals zielen.

Auch Bar, Billiard, Tischtennis, Bühne und Nachtclub lagen sehr weit vorne auf der Wünsche-Skala und auch Trampolinspringer scheint es unter Gruppe gegeben zu haben, denn der Wunsch nach einem Trampollin wurde hier laut.

Ob alle Wünsche zu erfüllen sind, wird sich zeigen müssen, denn zu den Beurteilungskriterien gehört, dass keine festen Installationen und kein baulicher Eingriff nötig sind. Es soll eine möglichst große Vielfalt an Angeboten geben, und sie alle sollen keine Eintagsfliegen sein, sondern verstetigt werden.

Bevor es an und in die Erba ging, erzählten die jungen Leute, was ihnen an Unterschieden im Freizeitverhalten zwischen Johannesburg und Wangen besonders auffiel. „Man kann in Deutschland abends länger draußen bleiben“, war eine Äußerung. Der Grund: In Südafrika wird es schon gegen 18 Uhr dunkel.

„Man muss in Wangen nicht jede Strecke mit dem Auto fahren.“ In Südafrika wäre es zu gefährlich zu radeln. Und „In Südafrika trifft man sich nicht so oft mit Freunden außerhalb der Schulzeit.“ Auch das liegt daran, dass die Jugendlichen meist von ihren Eltern gefahren werden müssen.

Als Freizeitaktivitäten, die sie in Deutschland besonders mochten, nannten sie „Wandern gehen“ und „zu jeder Zeit die Möglichkeit haben, Fahrrad zu fahren und joggen zu gehen“.

Info:

Beim Stadtteilfest am Sonntag, 8. September 2019, werden die Ergebnisse der Online-Befragung veröffentlicht. Wer noch mitmachen möchte klickt sich auf www.nextgenerba.de bis ganz zum Ende durch.

Im September und Oktober wird es weitere Fokusrundgänge geben.

Von November 2019 bis Mai 2020 wird es darum gehen, die vorgeschlagenen Projekte auf ihre Umsetzbarkeit zu prüfen und zu sehen, ob es Gruppen gibt, die sich konsequent um die Projekte kümmern