21.6.2015 München. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat davor gewarnt, die Ertrinkungsgefahr beim Baden zu unterschätzen.

Huml betonte am Sonntag anlässlich der Einweihungsfeier des Naturbadesees Frensdorf im Landkreis Bamberg: „Leider kommt es in Bayern immer noch viel zu oft zu Badeunfällen. Eltern sollten deshalb schon früh ihren Kindern das Schwimmen beibringen.“

Die Ministerin fügte hinzu: „Ein Drittel der Grundschüler verlässt einer Umfrage zufolge die vierte Klasse, ohne sicher schwimmen zu können. Aber gerade für Kinder stellt Schwimmen eine wichtige Lebensversicherung dar. Deshalb haben wir schon im vergangenen Jahr das ‚Bayerische Programm zur Prävention von Ertrinkungsunfällen‘ der DLRG-Jugend Bayern mit über 100.000 Euro gefördert, zu dem auch die Aktion ‚Sichere Schwimmer‘ zur Verbesserung der Schwimmsicherheit von Grundschülern gehört.

Huml unterstrich: „Außerdem unterstützen wir ganz aktuell Schwimmkurse für junge Flüchtlinge. Das hilft Unfälle zu vermeiden. Zugleich trägt es dazu bei, die oft traumatisierten Menschen etwas von ihren negativen Erlebnissen abzulenken.“

Die Ministerin hat für den Naturbadesee Frensdorf die Projektpatenschaft übernommen. Sie betonte: „Mit dem Abschluss der Baumaßnahmen am Naturbadesee ist die Region Bamberg um ein Juwel der Naherholung reicher. Bei der Planung des Badesees wurde nicht nur auf die Bedürfnisse der Menschen geachtet, sondern auch die Natur und das Leben rundherum wurden miteinbezogen.

Die Region profitiert nun von der ökologischen Aufwertung des Gewässers, einem Teichlehrpfad für Schüler und die Anbindung an das Radwegenetz. Alles in allem verbessert das nun abgeschlossene Projekt die Lebensqualität und schützt dabei die Umwelt.“