10.2.2015 Landkreis Unterallgäu. Laktoseintoleranz, Zöliakie, Heuschupfen – Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten sind derzeit in aller Munde.

Gibt es eine Möglichkeit, sein Kind davor zu schützen? Um diese Fragen ging es bei einem Vortrag der Ernährungswissenschaftlerin Monika Ziebart am Landratsamt Unterallgäu.

Ziebart machte zunächst anhand von Statistiken deutlich: Die Allergierate in Deutschland ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Dann stellte sie die einst vorherrschende Meinung vor, Schwangere, Stillende, Babys und Kleinkinder sollten Allergien auslösende Lebensmittel meiden. Doch der Erfolg einer solchen Diät sei nicht nachgewiesen. Und: „Es könnte sogar eine Unterversorgung mit wichtigen Nährstoffen eintreten.“

Der beste Schutz vor Allergien und Unverträglichkeiten laut Ziebart: Muttermilch. „Es ist sinnvoll, noch während der Stillzeit möglichst viele Nahrungsmittel einzuführen“, so die Ernährungswissenschaftlerin. Dann greife der schützende Effekt der Muttermilch. Wer nicht stillen kann, könne Risikokindern in den ersten vier Monaten hypoallergene Säuglingsnahrung geben.

Ziebart erklärte auch den Unterschied zwischen Allergie und Unverträglichkeit. Und anhand eines Fragebogens konnten die Zuhörer das Allergierisiko ihres Kindes einstufen.

Der Vortrag war der Auftakt der Veranstaltungsreihe „Basics – Ernährung, Bewegung und Haushalt für junge Familien mit Kindern bis zu drei Jahren“. Veranstalter ist das Landratsamt Unterallgäu in Kooperation mit dem Netzwerk „Junge Eltern/Familien – Bewegung und Ernährung“ im Landkreis Unterallgäu und der Stadt Memmingen.