23.10.2019 Landkreis Ostallgäu. Im Landkreis Ostallgäu beginnt nun die Umsetzung des Projekts „Staatlich anerkannte Öko-Modellregion“.

Aus den erarbeiteten Strategien für die erfolgreiche Bewerbung zur Öko-Modellregion sind nun konkrete Umsetzungsprojekte geplant, die die Bereiche Ökologie, Regionalität und Nachhaltigkeit im Ostallgäu fördern. Die Öko-Modellregion richtet sich an aktive und unternehmerische Menschen, die in der Region etwas für die Landwirtschaft bewegen wollen.

Die Öko-Modellregion soll dazu beitragen, das Ostallgäu auch weiterhin wirtschaftlich, sozial und ökologisch nachhaltig stärken. Landrätin Maria Rita Zinnecker: „Im Ostallgäu wollen wir Bewährtes mit Innovativem kombinieren und so neue Strukturen schaffen. Wir wollen Modelle schaffen für neue Entwicklungen. Dafür brauchen wir aktive und unternehmungslustige Menschen. Wer gute Ideen für die Ökomodellregion hat, soll sich unbedingt bei unserem Projektmanager melden.“

Einige Schwerpunkthemen der Ökomodellregion wurden schon erarbeitet

Der Landkreis wurde als eine von 15 Regionen vom Freistaat Bayern als „Staatlich anerkannte Öko-Modellregion“ ausgezeichnet. Im Ostallgäu gibt es bereits verhältnismäßig viele biologisch wirtschaftende Betriebe und Verarbeiter. Zudem steigt das Bewusstsein für biologische und regionale Produkte, insbesondere für Lebensmittel. Nichtsdestotrotz gibt es noch viel Entwicklungspotenzial für regionale Biolebensmittel.

Mit der Ökomodellregion sollen neue regionale Kreisläufe entstehen. „Wer eine gute Idee hat und diese umsetzen möchte, der bekommt von uns die nötige Unterstützung. Wir möchten im Ostallgäu einen Prozess des „Voneinander Lernen“ und des „Miteinander Gestaltens“ aufbauen, um so die regionale Landwirtschaft zukunftsfähig zu gestalten“, sagt Projektmanager Florian Timmermann.

Aus dem Bewerbungsprozess wurden bereits Schwerpunkthemen der Ökomodellregion Ostallgäu erarbeitet. Diese sind unter anderem: Die Steigerung der Verarbeitung regionaler Bioprodukte beispielsweise für Milch und Getreide, eine engere Verzahnung von Landwirtschaft und Gastronomie, die Förderung von Weideschuss und mobilen Schlachtboxen, die Aufwertung ökologischer Ausgleichsflächen sowie die Bewusstseinsbildung für regionale und ökologische Produkte. Als nächstes werden Projektgruppen für die geplanten Vorhaben mit den Menschen vor Ort gegründet.