11.3.2015 Pfonten. Ein neuer Trend verbreitet sich unter jungen Handwerksmeistern in Pfronten: Immer mehr von Ihnen gewähren Interessierten Einblick in die Herstellung ihrer handgefertigten Werkstücke.

Ein Schellenschmied, eine Trachtenschneiderin, ein Drechsler, ein Handweber und eine Zirbenkissenexpertin laden dazu ein, ihnen bei der Arbeit über die Schulter zu schauen.

Besucher des idyllischen Ferienortes lernen so authentische Allgäuer Handwerkskunst und den oft aufwendigen Entstehungsprozess kennen.

Beim Pfrontener Schuster können Gäste der 13-Dörfer-Gemeinde das traditionelle Handwerk nicht nur bewundern, sondern auch selbst erlernen. Bei einem Haferlschuh-Workshop wird unter fachmännischer Anleitung das eigene Paar Trachtenschuhe geschustert. Alle dieser Handwerker eint die Hingabe zur Handarbeit als Alternative zu anonymen und industriell erzeugten Massenwaren.

Beste Qualität und ein Stück bayrisch-alpiner Lebensart:

Haferlschuhe nach Maß In einem fünftägigen Workshop lernen Interessierte unter Anleitung eines Orthopädie-Schuhmachermeisters ihre eigenen Haferlschuhe auf Maß anzufertigen. Rangieren der Brandsohle, Aufzwicken des Schaftes und Zwienähen sind nur einige der vielen Arbeitsschritte, die es für so ein hochwertiges Produkt bedarf. Der Workshop kostet 1.390 Euro pro Person und beinhaltet die Haferlschuhe im Wert von 900 Euro. www.gesunde-schuhe-noess.de/haferlschuhe/haferlschuhworkshops/

Authentisches Brauchtum und Pfrontener Originale

Großer Beliebtheit erfreuen sich auch individuell geschreinerte Betten aus Zirbenholz und handgefertigten Zirbenkissen: Gefüllt mit den gesundheitsfördernden Holzspänen oder in Kombination mit Schafwolle sorgt das Kissen für einen besonderen Schlafgenuss. Der Nadelbaum Zirbe enthält ätherische Öle, welche sich entspannend und beruhigend auf die Herzfrequenz auswirken. www.reitebuch.de/zirbenkissenzirbenbetten.html

Ein gelernter Handweber fertigt an traditionellen Webstühlen Teppiche aus Schafschur- und Baumwolle, Filzhausschuhe, Decken, Pulswärmer und modische Wollröcke. Gäste dürfen dem Weber gerne über die Schulter schauen. www.hechenbergerhandweberei.de/home/index.html

Die Pfrontener Trachtenschneiderin hat ihre Nähmaschine gleich hinter der Geschäftstheke positioniert, so können Interessierte der Dirndlmeisterin bei der Arbeit zusehen. www.alpenstyle.de

In der Kunstschmiede können Urlauber außerdem in verschiedenen Vorführungen erleben, wie eine Schelle geschmiedet oder eine Sense gedengelt wird. www.beimhummelbaur.de

Einer der letzten Filigrandrechsler Deutschlands ist im Pavillon am Pfrontener Haus des Gastes zu finden. Mit unfassbarer Ruhe und Geduld verwandelt der gelernte Bildhauer, Drechsler und Schreiner grobe Holzstämme in kunstvolle Holzkugeln, feine Duftschachteln und verzierte Stehlampen. www.beck-bergfuehrer.de/drechsel-laden/zur-person/index.htm