2.10.2015 Lindau (Bodensee). Bereits seit Jahren hat der Klimaschutz einen hohen Stellenwert im Landkreis Lindau. So werden unter anderem nach und nach die Liegenschaften des Landkreises energetisch saniert, ein Klimaschutzkonzept wurde verabschiedet und Projekte zur Energieeinsparung und -gewinnung unterstützt.

Seit 1. Oktober hat nun der Landkreis Lindau darüber hinaus einen Klimaschutzmanager: Steffen Riedel wird in dieser Funktion die Umsetzung des 2013 verabschiedeten Klimaschutzkonzepts vorantreiben, in verschiedenen Netzwerken mitarbeiten und die Landkreisgemeinden beraten und unterstützen.

Steffen Riedel ist im Landkreis kein Unbekannter: der jahrelange Kreisrat der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen war zuvor Klimaschutzbeauftragter des Landkreises und gilt als einer der Vordenker des Klimaschutzes im Landkreis. Dank einer Förderung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) konnte die Stelle des Klimaschutzmanagers in Teilzeit (75 %) nun in der Landkreisverwaltung geschaffen werden.

„Mit Steffen Riedel haben wir die Stelle des Klimaschutzmanagers optimal besetzen können,“ freut sich Landrat Elmar Stegmann. Riedel ist gelernter Versorgungsingenieur und war von 1999 bis jetzt Fachbereichsleiter im eza! Energie- und Umweltzentrum Allgäu. Er ist Vorsitzender des Fördervereins Erneuerbare Energien (FFE), Dozent für Gebäudeenergietechnik an der Hochschule Kempten, zertifizierter Energieauditor und Autor verschiedener Fachpublikationen.

Zahlreiche Energieprojekte hat er auch für den Landkreis bereits gestemmt, das größte war das 2013 verabschiedete Klimaschutzkonzept. „Das Konzept umfasst insgesamt 28 Maßnahmen, von denen einige schon angelaufen oder umgesetzt sind,“ so Steffen Riedel. Erfolgreich gestartet sind in diesem Jahr der Stromsparcheck für Haushalte mit niedrigem Einkommen sowie ein Klimaschutzwettbewerb an den Schulen.

Auf seiner Agenda stehen nun eine automatische Erfassungskontrolle für den Energieverbrauch an den landkreiseigenen Liegenschaften, eine Untersuchung zur Reaktivierung und Erweiterung der Stromerzeugung aus Wasserkraft sowie ein Projekt zur Pendlermobilität. Aber auch auf die Unternehmen wird Riedel zugehen: gemeinsam mit eza! möchte er ein Unternehmensnetzwerk zur Energiereduzierung aufbauen.