22.5.2015 Memmingen. Vor 65 Jahren wurde Weihbischof Max Ziegelbauer zum katholischen Priester geweiht.

Der 91-jährige Memminger Ehrenbürger feierte dieses besondere Jubiläum in einem Festgottesdienst, dem Bischof Konrad Zdarsa vorstand. Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger, Bürgermeisterin Margareta Böckh und Staatsminister a.D. Josef Miller zählten zu den ersten Gratulanten.

Ziegelbauer habe sich in vielfältiger Weise und mit großem Engagement für Memmingen eingesetzt, würdigte Holzinger den Jubilar und beglückwünschte ihn.

Zur Festmesse mitten unter der Woche kamen viele Katholiken in die Josefskirche. In einem beeindruckenden liturgischen Zug geleiteten zahlreiche Ministrantinnen und Ministranten, viele Priester und Diakone den Weihbischof in den Altarraum. Unter den Konzelebranten der Messfeier waren auch Generalvikar Harald Heinrich und Dekan Ludwig Waldmüller.

„Du wurdest zum Priester geweiht, als ich in die Schule kam“, erklärte Bischof Konrad Zdarsa in der Predigt.

Durch Ziegelbauer habe er seit er ins Bistum Augsburg gekommen war, Ermutigung und Stärkung erfahren, betonte Zdarsa. Er rief markante Stationen in Ziegelbauers Leben in Erinnerung. Als junger Pfarrer habe er in Memmingen die Pfarrei Mariä Himmelfahrt aufgebaut. Im bischöflichen Ordinariat war Ziegelbauer unter anderem Leiter des Seelsorgeamts. 1983 wurde er zum Bischof geweiht.

In 65 Jahren als Priester habe Ziegelbauer täglich Zeugnis von Jesus Christus gegeben, würdigte Zdarsa. Er wünschte dem Jubilar, weiterhin das leben und tun zu können, was für die Ewigkeit von bleibender Bedeutung sei.

In einem berührenden Gruß an die Festgemeinde sprach Weihbischof Ziegelbauer als Seelsorger: „Ich möchte Sie alle bitten, der Kirche, die göttlich und menschlich zugleich ist, die Treue zu schenken.“