28.12.2018 Isny im Allgäu. Das Langlaufstadion „Volksbank Allgäu-Oberschwaben eG“ in Isny verfügt über eine künstliche Beschneiung. Abhängig von den äußeren Bedingungen können so auch bei Schneemangel eine Loipe unterhalten werden.

Im Moment ist eine Runde mit rund 600 Meter verfügbar, die wegen der Regenfälle allerdings nicht in bestem Zustand ist, informiert die Stadtverwaltung.

Weil es im näheren Umfeld aktuell keine weitere Möglichkeit zum Langlaufen gibt, herrscht auf der Stadion-Loipe entsprechend reger Betrieb. Erhöhte Unfallgefahr und ein gesteigertes Konfliktpotential sind die Folge, weiß Jan Lenz, 2. Vorstand des Wintersportvereins Isny, aus eigener Beobachtung der Situation vor Ort.

„In Zeiten von großer Nutzerfrequenz sind Profis, Freizeitsportler und Teilnehmer von Langlaufkursen gleichermaßen gefordert, aufeinander Rücksicht zu nehmen“, appelliert Lenz.

Keine einfache Arbeit bei den derzeitigen Witterungsverhältnissen hat der städtische Mitarbeiter Erhard Pferdt, der unter anderem für die Beschneiung und Präparierung der Stadionloipen verantwortlich ist.

Nach der maschinellen Beschneiung oder nach Schneefall, sowie momentan wegen der hohen Temperaturen und den intensiven Regelfällen muss die kleine Runde im Langlaufstadion von ihm ab und an auch tagsüber mit dem neuen Pistenbully, den die Stadt Isny erst kürzlich für rund 190.000 Euro angeschafft hat, bearbeitet werden. Und damit während dieser Arbeiten nichts passiert, ist ein ausreichend großer Sicherheitsabstand unabdingbar.

Zum Leidwesen von Erhard Pferdt gibt es aber immer wieder uneinsichtige Langläufer, die hinter dem Pistenbully herlaufen oder nicht aus der Spur gehen. Er fordert alle Nutzer eindringlich auf, einen Abstand von rund 50 Metern zur Maschine einzuhalten, denn auch ein Pistenbully legt beim Bremsen bis zum Stehen eine ordentliche Strecke zurück. „Ich habe einfach Angst, dass mir jemand unter die Ketten gerät. Die Folgen mag ich mir gar nicht vorstellen.“, so Pferdt.

Außerdem ruft die Stadt in ihrer Pressemeldung alle Langläufer auf, ein Saisonpickerl für 15 Euro (ermäßigt 7,50 Euro) zu erwerben. Gekauft werden kann die Vignette beispielsweise im Büro für Tourismus, in der Ortsverwaltung Neutrauchburg, im Isnyer Bürgerbüro oder in den Geschäften Sport Lingg, Sport Haschko und Outdoor & Sport.

Durchschnittlich 75.000 Euro investiert die Stadt jährlich in die Pflege des rund 100 Kilometer langen Loipennetzes, das sich neben Isny auch auf die Gemarkungen der Nachbargemeinden Mayerhöfen und Argenbühl erstreckt.

Der tagesaktuelle Loipenbericht kann im Internet unter www.isny.de/schneebericht abgerufen werden.