11.11.2022 Landkreis Ostallgäu. Der Lawinenwarndienst Ostallgäu hat in Pfronten seine jährliche Info-Tagung abgehalten. Dabei wurde auch über Optimierungen gesprochen.

Neben Mitarbeitern der Landkreise Ostallgäu und Oberallgäu nahmen auch Vertreter der Gemeinden und der Lawinenkommissionen teil. Die Teilnehmenden blickten auf den Winter 2021/22 zurück und tauschten sich über Neuerungen beziehungsweise die fachliche Weiterentwicklung des Lawinenwarndienstes aus.

Laut des Berichtes der Landratsämter seien im Allgäu im vergangenen Winter 13 Lawinenkommissionen mit rund 110 ehrenamtlichen Mitgliedern tätig gewesen. Hinzu kamen weitere rund 25 ehrenamtliche Beobachter, die die Lawinenwarnzentrale mit wichtigen Informationen – zum Beispiel zum Schneedeckenaufbau – versorgt haben.

Allein im Ostallgäu wurden im vergangenen Winter in den Zuständigkeitsbereichen der drei Kommissionen über 700 ehrenamtliche Stunden geleistet worden. Christoph Hummel, stellvertretender Leiter der Lawinenwarnzentrale Bayern, berichtete, dass der Winter 2021/22 mit starkem Schneefall im Dezember begonnen habe. Im weiteren Verlauf sei er dann vergleichsweise warm und stürmisch gewesen. Die Gefahrenstufe 4 (groß) habe im Lawinenlagebericht nur vereinzelt ausgegeben werden müssen.

Werbung:

[themoneytizer id=“26780-16″]

Zur Verbesserung der Akzeptanz behördlicher Sperrungen empfahlen die Teilnehmenden, diese künftig durch die Angabe der Sicherheitsbehörde zu ergänzen. So könne der amtliche Charakter hervorgehoben werden. Außerdem könne so besser zwischen Sperrungen durch den Verkehrssicherungspflichtigen und Sperrungen durch die Sicherheitsbehörde unterschieden werden. Anschließend informierte Hummel über die neue Kommunikations-App LA.DOK des Lawinenwarndienstes. Hierbei handele es sich um eine neue App für die Erfassung und Weitergabe von Informationen zwischen Beobachtern, Kommissionen und Lawinenwarnzentrale. Eine Schnittstelle zu den Sicherheitsbehörden sei ebenfalls vorhanden. Damit könnten Maßnahmen und Empfehlungen der Kommissionen jederzeit an die Sicherheitsbehörden weitergegeben werden. Die Kommunikations-App sei im vergangenen Winter mit 1.659 Einträgen sehr gut angenommen worden.