1.8.2023 Memmingen. Stadt Memmingen und Diakonie Allgäu unterzeichnen Kooperationsvertrag:

Am Mittwoch, 26. Juli, wurde eine Kooperation in feste vertragliche Form gegossen und unterzeichnet, die den Auswirkungen des äußerst angespannten Wohnungsmarktes vorbeugen und Obdachlosigkeit in der Stadt Memmingen verhindern soll. Die Stadt Memmingen und die Diakonie Allgäu setzen damit ein sozialpolitisches Anliegen von sehr akuter Dimension wie Tragweite um.

Die Diakonie Allgäu ist künftig Trägerin und ab 1. Juli 2023 mit der neuen Fachstelle für Wohnraumsicherung für die konkrete Umsetzung der Ziele zuständig. Eingebettet und verortet ist die Stelle beim Beratungsangebot der diakonischen KASA (Kirchlich Allgemeine SozialArbeit). Die Fachstelle hat einen Umfang von zehn Wochenstunden und wird zu neunzig Prozent von der Stadt Memmingen finanziert.

Die Präventionsfachstelle wird in erster Linie der Unterstützung von Bürgerinnen und Bürgern dienen, die unmittelbar von Wohnungsverlust und möglicher Obdachlosigkeit bedroht sind. In enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden der Stadt wie Jugendhilfe, Sozialhilfe, Ordnungsamt, Liegenschaftsamt, Wohngeld- und Betreuungsstelle, Schuldner- und Insolvenzberatungsstelle der Stadt und des Landkreises Unterallgäu, Jobcenter, Amtsgericht u.a. wird die künftige Fachkraft für Wohnraumsicherung die Anfragen einschätzen und versuchen, für jeden Einzelfall die best- wie schnellstmögliche Lösung zu finden.

Im Vorfeld der Kooperationsvereinbarung wurde dieses ergänzende kommunale Angebot in einem vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales geförderten Pilotprojekt über zwei Jahre lang erprobt und abschließend positiv evaluiert. Die präventiven Ansätze und Bemühungen haben sich mehr als relevant und zielführend erwiesen, so dass Menschen erst gar nicht in den finalen Fall des Verlustes ihres Wohnraums geraten.

Dass diese neu geschaffene Stelle Not tut, darin waren sich bei Unterzeichnung alle Vertragspartner einig. Oberbürgermeister Jan Rothenbacher, Jörg Haldenmayr (Leiter des Referats für Familie, Jugend und Soziales), Stefan Gutermann (Vorstand der Diakonie Allgäu) und Manuela Walcher (Bereichsleitung KASA Memmingen, Diakonie Allgäu) unterstrichen die deutlich prekäre Wohnraumsituation und betonten, dass diese Herausforderung eines Gemeinwesens nur zusammen mit den Experten und professionellen Partnern an der Basis geschultert werden kann. Das äußerst gute Miteinander hat sich bereits in der Evaluationsphase erwiesen und geht mit diesem Vertragsabschluss nun in einen etablierten, unbefristeten Lauf.

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