20.6.2022 Füssen/Ostallgäu. Auf Kräutersuche im Faulenbacher „Tal der Sinne“, rund um den Hopfensee mit Erfrischung in der schwimmenden Wassertret-Insel oder ein Abstecher zum Dorfladen Weissensee nahe Wiedmar: Die sogenannten Terrainkurwege von Füssen im Allgäu halten viel Sehenswertes und Erkundungswürdiges bereit.

Hinter dem Begriff verbirgt sich ein dosiertes Herz-Kreislauf-Training auf eigens dafür vermessenen und bezeichneten Strecken unter idealen heilklimatischen Bedingungen. Im bayerischen Kurort gibt es gleich fünf solcher gesundheitsfördernder Wanderrouten durch die schönsten Ortsteile.

Ganz im Sinn des grenzüberschreitenden EU-Projekts „Lebensspur Lech“ lässt sich jede von ihnen mit einer Kneipp’schen Säule verbinden und macht so die Lehren des berühmten Wasserdoktors aktiv erlebbar. Tipp: In der kostenlosen „Lebensspur Lech“-Erlebniskarte, erhältlich bei Füssen Tourismus und Marketing, sind alle Stationen des gesundheitstouristischen Erlebnisraums genau markiert und erklärt. www.fuessen.de/gesunde-bewegung, www.lebensspur-lech.com

Foto (download): Füssens Terrainkurwege befinden sich in Lagen mit höchster Luftreinheit, sind gelenkschonend und gut für die Fitness. Zu Recht zählt der Allgäuer Kneippkurort daher zum grenzüberschreitenden, gesundheitstouristischen Erlebnisraum „Lebensspur Lech“.
Bildnachweis: Verein Lechweg/Gerhard Eisenschink

Für Figurbewusste: Kneipp-Säule Bewegung auf dem Terrainkurweg rund um den Weißensee
Füssens aussichtsreiche Weißensee-Runde ist eine recht ebene, aber trotzdem abwechslungsreiche Tour und daher ideal für Einsteiger und Familien. Der geringe Asphaltanteil bietet weitestgehend gelenkschonende Wanderbedingungen, am südlichen Ufer des aussichtsreichen Allgäuer Gewässers allerdings wird der Weg zum Steig. Wer dann immer noch nicht genug hat: Auf dem im Rahmen des INTERREG-Projekts „Lebensspur Lech“ errichteten Bewegungs-Parcours im Kneipp-Areal können sich Aktive weiter auspowern und so ihr Herz-Kreislauf-System trainieren sowie Kalorien verbrennen.
Unterkunftstipp: Nicht nur weil Inhaber Michael Duijndam Gesundheits-, Landschafts- und Naturwanderführer ist, seine Gäste gern auf Touren begleitet und zuvor ein veganes Frühstück serviert, ist das Drei-Sterne-Superior-Boutique Hotel Dreimäderlhaus am Weißensee ein Juwel.
Länge: 6,2 km. Dauer: 1 ¾ Std. Höhenmeter: je 25 bergauf und bergab. Schwierigkeitsgrad: leicht

Für Unempfindliche: Kneipp-Säule Wasser auf dem Terrainkurweg rund um den Hopfensee

Der Hopfensee-Rundweg bei Füssen offeriert einmalige Blicke auf die Alpen und versprüht besonders im Ortsbereich Hopfen am See italienisches Flair – nicht umsonst gilt die Uferpromenade als „Allgäuer Riviera“. Ruhiger wird es dann auf der weiteren Strecke durch schattige Wälder und über saftig-grüne Wiesen. Da steigungsfrei, ist der Spaziergang auch für Kinderwagen geeignet.

Erfrischen können sich Wasserratten an den frei zugänglichen Kneipp-Stationen, darunter die schwimmende Kneipp-Insel in Hopfen sowie die Tretbecken am Minigolf- und am Campingplatz. Das kalte Wasser bringt den Kreislauf wieder richtig in Schwung. Der Terrainkurweg Hopfenseerunde wurde samt Beschilderung eigens für die „Lebensspur Lech“ geschaffen.

Unterkunftstipp: Im Kneipp-Sanatorium Möst direkt am Ufer des Hopfensees ist der Name Programm. So praktizieren dort ausgebildete Kneipp-Bademeister im hauseigenen Medical Spa unter anderem Kneipp’sche Hydrotherapie-Anwendungen in Form von Bädern und Güssen.
Länge: 6,9 km. Dauer: 1 ¾ Std. Höhenmeter: je 15 bergauf und bergab. Schwierigkeitsgrad: leicht

Das Wassertreten in der Kneipp-Insel von Füssens Hopfensee macht Müde wieder munter. Die passenden Info-Stellen zum Thema Kneipp wurden im Rahmen des EU-Projekts „Lebensspur Lech“ kreiert.

Für Genießer: Kneipp-Säule Ernährung auf dem Terrainkurweg nach Wiedmar

Die einfache Wanderung von der Badestelle am Füssener Weißensee passiert innerhalb kurzer Zeit die idyllischsten Ecken des gleichnamigen Orts im Allgäu. Von dort eröffnet sich immer wieder der Blick auf die Ammergauer Alpen. Höhepunkt der Tour ist der Aussichtspunkt kurz hinter Wörth. Auf dem Weg lohnt der Abstecher in den Dorfladen Weißensee mit seinen regionalen Erzeugnissen, die auch der nachhaltigen Philosophie von Kneipp und damit des gesundheitstouristischen Erlebnisraums „Lebensspur Lech“ Rechnung tragen.

Am Ende lockt das erfrischende Bad im See.

Unterkunftstipp: Der zertifizierte Wandergastgeber Ferienhof am Holderbusch liegt nur einen Katzensprung entfernt vom Terrainkurweg. Inhaberin Gaby Kamm zaubert aus ihrem Garten Leckereien wie Kräutersalze und -tees, die ebenso zum Kauf erhältlich sind wie der Löwenzahnhonig von den eigenen Bienen.

Länge: 4,3 km. Dauer: 1 ¼ Std. Höhenmeter: je 83 bergauf und bergab. Schwierigkeitsgrad: leicht

Für Naturliebhaber: Kneipp-Säule Kräuter auf dem Terrainkurweg durchs Bad Faulenbacher Tal
Beim Spaziergang zwischen Bad Faulenbach und dem Alatsee erleben Wanderer Füssens unberührte Natur mit allen Sinnen. Auf dem Unteren Kobelweg und durchs wild-romantische Faulenbacher Tal laufen sie bis zum kristallklaren Alatsee. Mit seiner artenreichen Flora wurde er ins Netz „Natura 2000“ der besonderen europäischen Schutzgebiete aufgenommen. Auf dem Rückweg schlängelt sich der Waldpfad an Ober- und Mittersee entlang. Der dortige Kneipp-Park mit seiner Naturkneipp-Stelle entstand im Rahmen des EU-Projekts „Lebensspur Lech“. Am Ende wartet der Kräutergarten auf der Kneippwiese.

Unterkunftstipps: Der zertifizierte Schlafgastgeber Ferienhaus im Königswinkel hält für Gäste Schlaf-Goodies aus Kräutern wie Tees oder Essenzen von Primavera bereit. Im Spa des Vital-Hotel Wiedemann kommen Kräuter bei Massagen mit warmen Ölen und beim Kneipp’schen Heublumensack zum Einsatz.

Länge: 8 km. Dauer: 3 Std. Höhenmeter: je 77 bergauf und bergab. Schwierigkeitsgrad: leicht

Der Terrainkurweg durchs Faulenbacher Tal führt zum Alatsee bei Füssen. Analog zum kneipporientierten EU-Projekt „Lebensspur Lech“ lädt er zu ausgedehnten Kräutertouren mit anschließender Erfrischung ein. Bildnachweis: Füssen Tourismus und Marketing/Günter Standl

Für Ruhelose: Kneipp-Säule Innere Ordnung auf dem Terrainkurweg von Hopfen zum Faulensee

Die im Rahmen des EU-Projekts „Lebensspur Lech“ geschaffene Route ist etwas länger als die anderen Füssener Terrainkurwege und verlangt Wanderern daher auch etwas mehr Ausdauer ab. Vom Allgäuer Hopfensee führt sie zuerst bis zum idyllischen Faulensee, der im Sommer zur Badepause einlädt. Retour verläuft die Strecke übers Koppenkreuz und durch den Hopfener Wald. Die Ruhe zwischen den Bäumen entschleunigt und senkt das Stresslevel nachweislich. Der nächste Stopp an der Burgruine Hopfen hilft dank seiner Panoramasicht nochmal beim Innehalten, bevor es zurück zur Uferpromenade geht.

Unterkunftstipp: Mit seiner Spezialisierung auf Kneipp und zahlreichen Annehmlichkeiten wie elektrosmogfreien Zimmern, Naturbettwaren etc. ist das Biohotel Eggensberger einer der Pioniere unter den Füssener Schlafgastgebern, denen die Nachtruhe ihrer Gäste besonders am Herzen liegt.

Länge: 7,9 km. Dauer: 2,5 Std. Höhenmeter: je 128 bergauf und bergab. Schwierigkeitsgrad: mittel

Über die „Lebensspur Lech“. Die grenzüberschreitende „Lebensspur Lech“ erstreckt sich vom österreichischen Tirol bis ins bayerische Allgäu. Ziel der Partner (Füssen Tourismus und Marketing, Tourismusverband Lechtal, Verein Lechweg) ist es, rund um die Weitwanderroute Lechweg einen gemeinsamen gesundheitstouristischen Erlebnisraum mit den Schwerpunkten mentale Balance und gesunder Schlaf zu schaffen. Grundlage für alle Aktivitäten bildet die Kneipp’sche Gesundheitslehre mit ihren fünf Säulen Wasser, Bewegung, Ernährung, Kräuter und Innere Ordnung. Der Lech steht dabei sinnbildlich für die Kraft und Heilwirkung der Natur und ist das verbindende Element zwischen den Orten. Das Projekt „Lebensspur Lech“ wird aus INTERREG-Mitteln der Europäischen Union gefördert.