15.9.2022 Memmingen. Im sogenannten Tannschorn, einem Waldstück bei Brunnen, sind die neu gebauten Waldwege nun offiziell eröffnet worden. Auf einer Fläche von 47 Hektar zogen die Stadt Memmingen und 29 Waldbesitzer und -besitzerinnen an einem Strang und so konnten 2.340 Meter Weg neu gebaut werden.

Oberbürgermeister Manfred Schilder bedankte sich bei der Forstbetriebsgemeinschaft Memmingen, die als Bauträger des Gemeinschaftsprojekts auftrat und dem Amt für Ernährung. Landwirtschaft und Forsten, das die Planung innehatte.

„Es ist schön, dass sich hier die Organisationen sowie die unterschiedlichsten Personen zusammengetan haben, damit in die Infrastruktur investiert wird und somit der nachhaltige Waldumbau besser gelingt“, freut sich Oberbürgermeister Manfred Schilder.

Josef Lessmann, Vorsitzender der Forstbetriebsgemeinschaft Memmingen (FBG) hob das Engagement der Stadt Memmingen hervor, die sich nicht nur bei den Kosten beteiligte, sondern auch ein Grundstück erworben hat, damit dort ein Holzlagerplatz für alle Beteiligten entstehen konnte. „Das Ganze ist eine Investition in die Zukunft, schließlich sollen auch unsere Kinder und Enkel noch etwas vom Wald haben.“

Mit dem Durchschneiden des Bandes eröffneten sie die Wege im Tannschorn: (von links) Josef Lessmann (FBG), ein zukünftiger Waldbesitzer, Oberbürgermeister Manfred Schilder, Dr. Stefan Friedrich (AELF), Stefan Honold (Leiter des städtischen Forstamts), Thomas Klein (Staatliches Forstamt). Bilder Manuela Frieß – Pressestelle der Stadt Memmingen)

Dr. Stefan Friedrich, Bereichsleiter Forsten vom Amt für Ernährung. Landwirtschaft und Forsten (AELF), zählt die Verbesserungen durch die Baumaßnahme auf: bessere Kontrolle der Wälder, schnellere Erreichbarkeit für Pflanzungen oder bei Schäden und der Waldboden wird geschont, da die Wege bei jedem Wetter befahren werden können. Die gesamte Wegebaumaßnahme wird durch das AELF mit 90 % der Nettokosten gefördert.

Eine Besonderheit kam im Gebiet um Brunnen zum Tragen: Da im östlichen Bereich des Waldgebietes Bodendenkmäler aus der Urnenfelder und Hallstattzeit vorhanden sind, musste auf einer Teilstrecke ein Archäologe hinzugezogen werden, welcher die Rodungsarbeiten überwachte. Da keine archäologischen Spuren gefunden wurden, konnte ohne Verzögerung weiter gebaut werden.