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11.7.2019 Landkreis Unterallgäu. Der Landkreis Unterallgäu setzt sich seit vielen Jahren für den Erhalt der Artenvielfalt ein. Aktuell finden Schmetterlinge, Hummeln und Bienen zum Beispiel auf der Blumenwiese vor dem Landratsamt in Mindelheim reichlich Nahrung.

Die Blumenwiese, die 2013 angelegt und dieses Frühjahr vergrößert wurde, ist nun aufgeblüht. Sie ist ein Beispiel von einem ganzen Strauß an Maßnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt. Laut Landrat Hans-Joachim Weirather konnten in den vergangenen Jahren auch viele weitaus größere Flächen deutlich aufgewertet werden.

„Mir liegt das Thema Artenvielfalt sehr am Herzen – ob als Landrat, Fischereipräsident oder langjähriger Mitarbeiter des Umweltministeriums“, betont Landrat Hans-Joachim Weirather. „Wir realisieren nicht nur auf unseren eigenen Flächen entsprechende Maßnahmen – sei es in Naturschutzgebieten oder an unseren Kreisstraßen, sondern haben mit verschiedenen Projekten auch Bürger, Gemeinden und andere Einrichtung ins Boot geholt.“

Umgesetzt wird das Ziel, die Artenvielfalt zu erhalten und zu fördern, zum Beispiel mit dem Landschaftspflegeverband (LPV). Dieser betreut 244 Hektar Flächen im Eigentum des Landkreises. Dazu gehören zum Beispiel biologisch wertvolle Flächen in Naturschutzgebieten. Diese werden vom Verband gepflegt, damit die Lebensräume von seltenen Pflanzen und Tieren erhalten bleiben. Ferner legte der Landkreis Blumenwiesen auf Kreisverkehren, Mittelinseln oder an Straßenrändern an. Aktuell arbeitet der Kreis an einem Konzept, wie an den Kreisstraßen noch mehr für die Natur getan werden kann.

Darüber hinaus unterstützt der Landkreis den LPV bei verschiedenen weiteren Maßnahmen: So gewinnt der LPV im Rahmen des Projekts „100 Auen – 100 Arten“ Saatgut auf artenreichen Unterallgäuer Flächen und bringt diese Samen auf verarmtem oder neuangelegtem Grünland aus. Gemeinsam mit dem LPV fördert der Landkreis zudem die Anlage von Streuobstwiesen – in den vergangenen Jahren wurden so Streuobstwiesen mit 700 Bäumen neuangelegt.

Zusammen mit dem Verband umgesetzt werden sollen auch die Ergebnisse der vor kurzem durchgeführten Naturschutzfachkartierung. Im Rahmen der Erhebung schlugen Experten verschiedene Maßnahmen vor, die die Artenvielfalt im Unterallgäu erhalten und verbessern könnten. So sollen zum Beispiel weitere Kleingewässer entstehen, Ausgleichsflächen bewusst in der Nähe von Lebensräumen bedrohter Arten angelegt und lichte Waldränder und extensiv genutztes Grünland erhalten werden. Ferner setzt sich der Landkreis mit der Kiebitz-Soforthilfe für den seltenen Vogel ein, fördert eine naturnahe Land- und Waldbewirtschaftung über ein staatliches Programm und unterstützt diverse andere Projekte zum Erhalt bedeutsamer Arten im Kreis wie zum Beispiel des Löffelkrauts.

Um auch die Öffentlichkeit zu motivieren, etwas für die Artenvielfalt zu tun, startete der Landkreis 2012 gemeinsam mit der Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim die Aktion „Unsere Schulen blühen auf“. Zunächst wurde Saatgut an Schulen verteilt, um das Nahrungsangebot für Insekten zu fördern und bereits Kinder und Jugendliche für das Thema zu sensibilisieren. Von 2013 bis 2017 wurde die Aktion unter dem Titel „Unser Landkreis blüht auf“ ausgeweitet und es entstanden auch in vielen Gemeinden und privaten Gärten Blumenwiesen. Parallel dazu lief 2014 das Projekt „Mehr Bunt im öffentlichen Grün“ mit der Anlage von naturnahen Grünflächen vor öffentlichen Gebäuden. 2018 wurden unter dem Motto „Wir sorgen für die ersten Blüten im Jahr“ Blumenzwiebeln an Gemeinden verteilt. Darüber hinaus schenkt der Landkreis seit 2014 im Rahmen des Projekts „Mehr Bäume für den Klimaschutz“ jeder Gemeinde, die dies möchte, einmal im Jahr einen Baum. Auch Bäume sind Lebensräume für viele bedrohte Arten.

Zusätzlich setzt sich Landrat Hans-Joachim Weirather auch als Fischereipräsident für die Artenvielfalt ein und fordert, dass Schutzstreifen an Gewässern in Bayern wie in anderen Bundesländern Pflicht werden. Diese könnten als Puffer dienen, um Einschwemmungen aus der Landwirtschaft zu verhindern. Denn diese Einträge führen laut Weirather dazu, dass der Boden der Bäche verschlammt – die meisten Fischarten benötigen zur Fortpflanzung aber sauberen Kies. „Finden Sie nur noch Schlamm, können sie nicht mehr laichen und sind vom Aussterben bedroht.“ Mit dem aktuellen Gesetzgebungsverfahren, das eine direkte Folge des Bürgerbegehrens „Rettet die Bienen“ darstellt, kann diese Forderung nun endlich erfüllt werden, so Landrat Weirather.

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10.7.2019 Memmingen. 64 Schülerinnen und Schüler wurden vom Oberbürgermeister mit Zertifikaten für ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet – Projekt „Zukunft“ der Freiwilligenagentur Schaffenslust.

Sie halfen in der Tagespflege der Diakonie, unterstützten die evangelische Gemeindejugend, waren beim Kinderturnen des TV Memmingen mit dabei oder standen kleineren Schülern in der Hausaufgabenbetreuung zur Seite: 64 Schülerinnen und Schüler mehrerer Schulen wurden von Oberbürgermeister Manfred Schilder im Rathaus für ihr ehrenamtliches Engagement geehrt, das sie im Rahmen des Projekts „Zukunft“ der Freiwilligenagentur Schaffenslust geleistet hatten.

„Es ist toll, wie ihr euch eingesetzt habt ohne dafür eine Gegenleistung zu erhalten. Unsere Gesellschaft braucht das Ehrenamt, und wir brauchen euch“, dankte der Oberbürgermeister den jungen Menschen und sprach ihnen zu: „Bleibt dran am Ehrenamt!“

Mindestens 24 Stunden lang brachten sich die jungen Leute ehrenamtlich ein, also drei Monate lang jede Woche zwei Stunden oder ein halbes Jahr lang, wenn der Einsatz eine Stunde pro Woche gefragt ist. Das Projekt hat zum Ziel, dass junge Menschen in ein Ehrenamt hineinschnuppern und sie dazu auch ermutigt werden.

„Die Jugendlichen machen Erfahrungen in völlig neuen Lebenswelten und lernen viel wie etwa Toleranz oder Teamfähigkeit“, erläuterte die Projektleiterin bei der Freiwilligenagentur, Ursula Keller. Sie überbrachte den jungen Menschen auch den Dank der Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie der Kreishandwerkerschaft.

Geehrt wurden 30 Schülerinnen und Schüler der Jakob Küner Wirtschaftsschule (Betreuungslehrer: Samuel Kramp), 28 Schülerinnen und Schüler der Sebastian-Lotzer-Realschule (Betreuungslehrerin: Rosmarie Wölfle) und sechs Schülerinnen des Vöhlin-Gymnasiums (Betreuungslehrer: Andreas Schraut).

Die Gymnasiastinnen haben sich in den vergangenen drei Jahren immer wieder als Rollstuhlschieberinnen engagiert, um gehbehinderten Bewohnerinnen und Bewohnern des Bürgerstifts den Besuch des Weihnachtsmarkts, Kinderfests oder anderer Veranstaltungen zu ermöglichen.

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10.7.2019 Landkreis Unterallgäu. Inhaber der Ehrenamtskarte können wieder etwas gewinnen – darauf weist das Unterallgäuer Landratsamt hin:

Verlost werden fünf mal zwei Eintrittskarten zum „Further Drachenstich“ am Sonntag, 4. August. Dabei handelt es sich um Deutschlands ältestes Volksschauspiel.

Neben der Teilnahme am Drachenstich ist auch eine Übernachtung mit Frühstück für je zwei Personen in einem wenige Kilometer entfernten Wellnesshotel im Gewinn enthalten.

Wer teilnehmen möchte, sollte eine E-Mail an das bayerische Sozialministerium schicken unter ehrenamtskarte(at)stmas.bayern.de und dabei im Betreff ausschließlich das Stichwort „Sommerverlosung“ sowie zwingend Anschrift und Telefonnummer angeben.

Die Teilnahmefrist endet am 22. Juli 2019. Die Gewinner werden benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die Ehrenamtskarte kann von allen Bürgern des Landkreises Unterallgäu beantragt werden, die sich durchschnittlich mindestens fünf Stunden pro Woche bürgerschaftlich engagieren und seit zwei Jahren unentgeltlich im Einsatz sind.

Auch Projektarbeiten mit jährlich mindestens 250 Stunden werden anerkannt. Das Mindestalter beträgt 16 Jahre. Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.unterallgaeu.de/ehrenamtskarte.

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10.7.2019 Mindelheim. Ein 63-jähriger Lkw-Fahrer wechselte auf den linken Fahrstreifen, um einen anderen Lkw zu überholen und übersah dabei den von hinten ankommenden Pkw eines 41-jährigen.

Trotz Vollbremsung konnte dieser eine Kollision nicht mehr vermeiden und beide Fahrzeuge schleuderten in Folge gegen die Mittelschutzplanke. Hierbei wurden auch Fahrzeugteile auf die Gegenfahrbahn geschleudert und trafen den Pkw eine 34-Jährigen.

Die Unfallbeteiligten wurden von Rettungsdiensten in ein Klinikum verbracht, wurden jedoch nur leicht verletzt.

Neben einem Fahrzeugschaden von ca. 20.000 Euro wurden 9 Schutzplankenfelder komplett deformiert.

Für Absperr- und Bergungsmaßnahmen war die Feuerwehr Mindelheim mit sechs Fahrzeugen vor Ort.

Während der Bergungsmaßnahmen musste der linke, stellenweise auch kurz beide Fahrstreifen gesperrt werden.

Trotz Ausleitung an der Anschlussstelle Stetten kam es zu kilometerlangem Rückstau.

Verbotswidriges Befahren der Rettungsgasse

Während der Anfahrt zu diesem Unfall befuhr die Streife die ca. 2 km lange Rettungsgasse welche sich vor der Unfallstelle gebildet hatte.

Hinter dem Streifenfahrzeug ordnete sich mit etwa 100 Meter Abstand ein Motorradfahrer ein und passierte ebenso den kompletten Stau bis zur Unfallstelle wo er schließlich von der Streifenbesatzung angehalten wurde.

Den 38-jährigen Motorradfahrer erwartet nun wegen dem verbotswidrigen Befahren der Rettungsgasse ein Bußgeld von 400 Euro.

(APS Memmingen)

(Foto: Polizei)

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10.7.2019 Memmingen. Am gestrigen Morgen konnten Verkehrsteilnehmer während Mäharbeiten (mit entsprechender Vorankündigung) lediglich die rechte von zwei Fahrspuren benutzen.

Um beim Reisverschlussverfahren Fahrzeuge von der linken Spur einfädeln zu lassen mussten andere Fahrzeuge bremsen.

Ein nachfolgender 33-jähriger Pkw-Fahrer erkannte die Situation zu spät, prallte auf den vor ihm fahrenden Pkw und schob diesen auf zwei weitere Pkw.

Ein Fahrzeuginsasse wurde dabei leicht verletzt.

Es entstand Sachschaden von ca. 30.000 Euro.

Neben Rettungskräften waren die Feuerwehren von Memmingen, Erkheim und Schlegelsberg vor Ort.

(APS Memmingen)

(Foto: Polizei)

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10.7.2019 Memmingen. Am Dienstagmittag, gegen 13:20 Uhr, kam es in einer Asylbewerberunterkunft in der Luitpoldstraße in Memmingen zunächst zu einem Streit zwischen zwei Kindern wegen des Fernsehprogramms.

Hierbei mischten sich dann zunächst der Vater des einen und anschließend der Vater des anderen Kindes ein.

Daraus entwickelte sich anfänglich eine verbale Auseinandersetzung, die schließlich in einer wechselseitigen Körperverletzung gipfelte.

Beide Personen wurden dabei leicht verletzt.

Außerdem wurde bei der Auseinandersetzung der beiden Männer eine Türe beschädigt.

Der Sachschaden beträgt ca. 100 Euro.

(PI Memmingen)

(Foto: Polizei)

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10.7.2019 Landkreis Unterallgäu. Das Landratsamt Unterallgäu nimmt Stellung zu Verstößen gegen den Tierschutz auf einem Unterallgäuer Großviehbetrieb:

„Das Wohl der Tiere steht für uns an oberster Stelle. Umso mehr erschüttern uns das Bild- und Videomaterial aus dem größten Milchviehbetrieb in unserem Landkreis.

Der Betrieb stand schon allein wegen seiner Größe bei uns immer im Fokus. Der Milchviehbetrieb und seine Betriebsstätten wurden in den vergangenen Jahren regelmäßig kontrolliert. Insgesamt handelte es sich allein in den vergangenen fünf Jahren um 19 Regelkontrollen und 15 anlassbezogene Kontrollen (davon zehn Tierschutz-Kontrollen). Diese Kontrollen erfolgten selbstverständlich unangemeldet.

Landwirtschaftliche Betriebe werden im Rahmen von „Cross Compliance“ nach Auswahl durch das zuständige Ministerium überprüft. Der Betrieb war in den letzten Jahren fortlaufend ausgewählt und damit einer jährlichen Regelkontrolle unterzogen. Darüber hinaus erfolgten anlassbezogene Tierschutzkontrollen. Bei den Kontrollen wurden auch tierschutzrechtliche Verstöße festgestellt. Die Beanstandungen bewegten sich im gering- bis mittelgradigen Bereich. Mit den gezeigten Bildern sind diese nicht zu vergleichen! Von der Dimension der Verstöße haben wir durch Bildmaterial der Tierschutzorganisation erfahren. Diese waren bei keiner Kontrolle ersichtlich.

Wenn wir Mängel festgestellt haben, dann hat der Landwirt konkrete Auflagen erhalten, diese zu beheben – entweder wurde ihm dies unmittelbar vor Ort mitgeteilt oder falls erforderlich schriftlich zugestellt. Die festgestellten Mängel wurden vom Betrieb nachfolgend immer beseitigt.

Außerhalb dieser Kontrollen gingen vereinzelt Hinweise bei uns ein, aus denen sich ein Verdacht auf eine Straftat ergab. In diesen Fällen haben wir Strafanzeige erstattet. In weiteren Fällen haben wir im Rahmen von Ermittlungsverfahren Stellungnahmen bei der Polizei beziehungsweise bei der Staatsanwaltschaft abgegeben.

Zudem haben wir mehrfach Bußgelder wegen Verstößen gegen Tierseuchenrecht verhängt.

Unsere Kontrollen sind immer nur Momentaufnahmen. Wir können in keinem Betrieb rund um die Uhr vor Ort sein. Erhalten wir Hinweise, die auf Tierquälerei hindeuten, gehen wir diesen umgehend nach. Stellen wir Missstände fest, sorgen wir dafür, dass diese beseitigt werden.

Und wir betonen: Selbstverständlich erfolgen unsere Kontrollen ohne Vorankündigung. Alle anderen Behauptungen weisen wir auf das Schärfste zurück.“

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9.7.2019 Memmingen. Empfang der Nachfahren von Elise Weindl – sie bewahrte im Zweiten Weltkrieg fünf Menschen vor der Verfolgung.

„Elise Weindl brachte durch ihr Handeln Heil in die Welt“, hob Oberbürgermeister Manfred Schilder beim Empfang der Nachfahren der Familie Weindl hervor.

Die couragierte Reform-Adventistin versteckte in ihrem Haus in der Bahnhofstraße fünf Menschen vor der Verfolgung durch das Naziregime.

„Ich bin froh, dass ich Sie hier im Rathaus begrüßen darf und Ihnen später auch die Straße zeigen kann, die nach dieser standhaften und bemerkenswerten Frau benannt wurde“, bedankte sich das Stadtoberhaupt bei den Anwesenden.

Die Enkel- und Urenkel-Generation der Familie von Elise Weindl war sichtlich berührt und freute sich über das bleibende Andenken, mit dem die Stadt Memmingen Elise Weindl ehrt.

Nach dem Empfang im Rathaus ging es zur Elise-Weindl-Straße ins Neubaugebiet Dobelhalde. Dort konnten sich die Nachfahren vor Ort ihr eigenes Bild machen. Im Anschluss wurde auch das Haus in der Bahnhofstraße besucht, in dem die fünf Menschen versteckt waren.

Enkel Harald Jordan, Sohn von Erna Weindl, der seine Kindheit und Jugend darin verbrachte, konnte sich sehr genau an die Aufteilung der Zimmer erinnern und berichtet in welchen Räumen sich die Gläubigen der Adventgemeinde getroffen haben und wie die Familie lebte.

Auch Christa Dann, die Tochter von Erna Weindl, die für ihre Hilfe bei der Rettung der fünf Menschen in den 1980er Jahren das Bundesverdienstkreuz bekam, schilderte ihre Großmutter als extrem willensstarke Frau: „Sie hatte keinen Moment Angst, ihr sprichwörtliches Gottvertrauen hat ihr die nötige Kraft für ihr Handeln gegeben.“

Der Besuch der Familie Weindl in Memmingen ist durch einen außergewöhnlichen Zufall zustande gekommen. Else Weindls Sohn Beppi, ist schon im Jahr 1948 nach Spanien ausgewandert. Dessen Enkel Christian Weindl hat auf der Suche nach seiner Verwandtschaft in Deutschland über viele Umwege Eduard Krahe gefunden, der Sohn von Elisabetha, der heute noch in Remagen lebt. Nachdem dieser ihm einige Daten der Familie weitergeben konnte, wurde Christian von Alicante aus auf die Straßenbenennung für seine Ur-Großmutter aufmerksam.

Die Lebensgeschichte von Elise Weindl

Das Leben der streng gläubigen Reform-Adventistin ist beeindruckend. Zusammen mit ihrem Mann Josef und dem Sohn Josef Luitpold, genannt Beppi, kommt sie im Jahr 1915 nach Memmingen. Dort eröffnen Weindls zuerst in der Kempter Straße ein Fahrradgeschäft, später ziehen sie in die damalige Siebertstraße, (heute Bahnhofstraße 2, ein Gebäude das gegenüber der Mewo Kunsthalle liegt) in dem die Familie lebt und Elise Weindl mit Textilien handelt.

In Memmingen kommen ihre Töchter Elisabetha (1915) und Erna (1922) auf die Welt; eine weitere Tochter, Ruth, stirbt kurz nach der Geburt 1929 im Kindbett. Als 1938 ihr Mann stirbt, betreibt sie das Geschäft allein. Schon Anfang der 1920er Jahre tritt sie aus der katholischen Kirche aus und wird Mitglied bei den Memminger Reform-Adventisten, dabei setzt sie sich auch immer wieder gegen die Überzeugung ihres Mannes durch.

Im Jahr 1936 wurde die Reform-Adventisten-Bewegung von der NSDAP verboten, die Mitglieder der Gemeinden waren danach immer wieder Repressalien und Verhaftungen ausgesetzt. 1938 setzt sie sich über das „Kauft-nicht-bei-Juden“-Gebot der Nazis hinweg und ersteht die Textilien der Augsburger Firma Pollitzer. Zusätzlich beschäftigt sie den Geschäftsführer der Firma Pollitzer Otto Schreiner bis 1942 in ihrem Laden.

Als Otto Schreiner und seine Gattin Grete, eine geborene Pollitzer, im Januar 1945 mit ihrem zweijährigen Kind durch Zufall bei ihr vor der Tür stehen, beschließt sie spontan die drei in ihrem Haus zu verstecken. Dort hat die engagierte Frau außerdem schon seit 1940 immer wieder Martin Friebe, einen verfolgten Glaubensbruder, und im Jahr 1942 den Jugendlichen Fritz Tölle untergebracht.

Tölles Mutter war ebenfalls Reformadventistin und saß im KZ Ravensbrück, Fritz floh, weil er in ein NS-Erziehungsheim gebracht werden sollte. Er war für zehn Monate bei den Weindls in Memmingen. Auch als Tochter Elisabetha nach Remagen heiratet, unterstützt sie die Mutter in ihrem Tun, Martin Friebe kommt immer mal wieder bei Elisabetha in der rheinischen Stadt unter, wenn Elise Weindl fürchtet, die Memminger Gestapo würde den steckbrieflich gesuchten Glaubensbruder bei ihr finden.

Im Jahr 1958 zieht Elise mit ihrer Tochter Erna und deren Familie nach Lindenberg. Trotzdem war sie oft noch in Memmingen zu Besuch. So auch am 21. Mai 1975, als sie auf der Memminger Bahnhofstraße von einem Auto erfasst und tödlich verletzt wird.

Elise Weindl (Repro: Viola Weyrauch/Pressestelle der Stadt Memmingen)

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8.7.2019 Lautrach/Unterallgäu. Heute, gegen 11:30 Uhr, wurden Polizei und Integrierte Leitstelle Donau-Iller über eine chemische Reaktion an einer Baustelle informiert.

An einem Anwesen, welches derzeit Kernsaniert wird, kam es bei Baggerarbeiten wegen einer Stromkabelverlegung zu Brand- und Rauchreaktionen. Grund dafür waren nach Untersuchung durch Fachleute kleinere Phosphorklumpen, die sich im Erdreich befanden und bei Freilegung chemisch reagierten.

Diese wurden zunächst wieder zugeschüttet und ein Umkreis von rund 50 von 50 Metern abgesperrt; direkt angrenzende Anwesen wurden geräumt. Knapp zwei Dutzend Bewohner waren davon betroffen und kamen vorübergehend in der örtlichen Turnhalle oder bei Bekannten unter.

Gegen 16.30 Uhr konnte der Kampfmittelräumdienst eine Phosphorhandgranate im Erdreich finden, welche die Ursache für das verunreinigte Erdreich war.

Die amerikanische Handgranate aus dem Weltkrieg und das Erdreich mit dem Phosphoreintrag wurden fachgerecht entsorgt.

Zu Verletzungen ist es nicht gekommen.

Messungen ergaben zwischenzeitlich, dass keine Beeinträchtigung der Umgebungsluft besteht.

Neben der Polizei Memmingen und dem Gefahrentrupp der Autobahnpolizei Memmingen waren das Landratsamt Unterallgäu, der Kreisbrandrat des Landkreises, die Gemeinde Lautrach, Feuerwehren, Rettungsdienst und Technisches Hilfswerk im Einsatz.

(PP Schwaben Süd/West)

(Foto: Polizei)

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Samstag, 13. Juli 2019
15:00

8.7.2019. Das P-Seminar des Vöhlin Gymnasiums präsentiert am Samstag, 13. Juli 2019, um 15:00 Uhr auf dem Markplatz seine Anti-Müll-Kampagne, die in Kooperation mit dem Amt für Technischen Umweltschutz der Stadt Memmingen entstand.

Im Laufe des letzten Schuljahres haben sich die 14 Schülerinnen und Schüler zusammen mit der Seminarleiterin Barbara Müller-Pollack im Rahmen des Kunst-Seminars „Antimüll-Kampagne“ mit der Bedeutung von Müllvermeidung beschäftigt.

Repräsentativ für das gesamte Seminar stellen Sarah Brock und Jonas Eisner gemeinsam mit Dietmar Hörberg vom Amt für Technischen Umweltschutz das Projekt vor. Auch Schulleiter Burkhard Arnold sowie Oberbürgermeister Manfred Schilder sind zugegen.

Ziel war es mithilfe von Plakaten größere Aufmerksamkeit auf die Entstehung von Müll zu lenken und zu mehr Rücksicht im Umgang mit Abfall aufzurufen. Um die Bevölkerung zum Nachdenken anzuregen, sollen die Konsequenzen des Konsums vor Augen geführt werden. So wird die Dringlichkeit und Aktualität der Thematik veranschaulicht und der Handlungsbedarf deutlich gemacht.

Vor erstmaliger Ausstellung der Bilder an den Wertstoffinseln sowie auf zwei Müllfahrzeugen, sollen diese präsentiert werden. Die Aufsteller mit den Plakaten werden regelmäßig zwischen den Wertstoffinseln in ganz Memmingen wandern. Die Kosten (in Höhe von ca. 1.000 €) für die Plakate und die Bilder an den beiden Müllfahrzeugen werden vom Amt für Technischen Umweltschutz der Stadt Memmingen übernommen.

Außerdem ist ein ehemaliger Wertstoffcontainer, der vom Entsorgungsunternehmen Dorr GmbH & Co. KG kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde, zur Thematik passend als Kunstobjekt gestaltet worden und wird auf dem Marktplatz ausgestellt.

Neben der Präsentation gibt es ein Programm für Kinder, wie Dosenwerfen, Schöpflöffellaufen, Altpapierflieger werfen, Müllsackhüpfen und Kegeln. Hier wird zusätzlich der Aspekt Recycling aufgegriffen.