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31.8.2019 Nesselwang. Am späten Freitagnachmittag wollte eine 79-jährige Fahrradfahrerin (Landkreis Ostallgäu), aus Voglen kommend, die Staatsstraße 2520 überqueren, um auf den gegenüberliegenden Fahrradweg zu gelangen.

Hierbei übersah sie einen in Richtung Pfronten fahrenden PKW und es kam zum Zusammenstoß, wodurch die Geschädigte schwer verletzt wurde.

Der 22-jährige Pkw Lenker (Lkr. Ostallgäu) wurde hierbei nicht verletzt.

Die 79-jährige Fahrradfahrerin kam mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus, wo sie in der Nacht ihren Verletzungen erlag.

Es entstand ein Sachschaden von ca. 1.200 €.

(PSt Pfronten)

Symbolbild (© Bayerische Polizei)

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29.8.2019 Buchloe. Die Polizei Buchloe ist auf der Suche nach Zeugen zu einem gefährlichen Fahrmanöver auf der A96 und anschließender Schlägerei an der B12.

Dienstagnachmittag lieferten sich vier Autofahrer mit schweizer Zulassung gegen 15.30 Uhr auf der A96 Richtung Lindau ein Rennen. Dabei überholten sie sich auch gegenseitig verbotswidrig rechts.

Ein 38-jähriger Autofahrer aus dem Ostallgäu war den Rasern mit seinem Pkw offensichtlich im Weg. Er wurde unter anderem durch starkes Auffahren dazu genötigt, zur Seite zu fahren.

Als der Bedrängte die A96 an der Anschlussstelle Jengen verließ, folgte ihm einer der beteiligten Pkw und wurde am Beginn der B12 Richtung Kaufbeuren überholt und ausgebremst. Das schweizer Fahrzeug war mit vier Männer besetzt.

Fahrer und Beifahrer stiegen sofort aus, gingen zu dem ahnungslosen Ostallgäuer hin und verprügelten ihn ohne Vorwarnung. Anschließend fuhren die Täter auf der B12, vermutlich in Richtung Kaufbeuren davon.

Ein Zeuge übergab der Polizei zwischenzeitlich ein Video, welches er mit seinem Smartphone erstellt hatte. Darauf ist zu sehen, wie die beiden Täter heftig auf den Mann einschlugen und eintraten. Der Geschädigte erlitt diverse Prellungen und wurde ambulant im Krankenhaus behandelt.

Die Polizei leitete eine Fahndung nach dem flüchtigen Pkw ein, die bislang ohne Erfolg verlief. Nun bitten die Beamten der Buchloer Polizei unter der Rufnummer (08241) 9690-0 um Hinweise: Wem fielen die Pkw mit schweizer Zulassung am Dienstagnachmittag auf der A96 auf und wer hat Beobachtungen am Beginn der B12 gemacht, wo es zur Körperverletzung gekommen war.

Die Marke des Pkw der Schläger ist nicht bekannt, er hatte eine Züricher Zulassung.

Die Polizei leitete strafrechtliche Ermittlungen wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens, gefährlicher Körperverletzung und Nötigung ein.

(PI Buchloe, 9 Uhr, ce)

Symbolbild (© Bayerische Polizei)

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29.8.2019 Landkreis Ostallgäu. Die 20.000 Euro werden vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten aus der Bayerischen Alpenstrategie zur Verfügung gestellt.

Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) „bergaufland Ostallgäu e. V.“ erhält nochmals eine Aufstockung des Fördermittel-Budgets für LEADER 2014 – 2020. „Mit diesen zusätzlichen Fördermitteln können weitere Projekte unterstützt werden, die den Zielen unserer Lokalen Entwicklungsstrategie dienen“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker, Vorsitzende des Vereins.

Damit stehen der LAG bis 2020 derzeit noch insgesamt über 400.000 Euro an Fördermitteln aus LEADER zur Umsetzung der Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) 2014 – 2020 zur Verfügung.

Die Projekte müssen mindestens einem der Entwicklungs- und Handlungsziele „Demografie“, „Landwirtschaft, Umwelt- und Klimaschutz“, „Wirtschaft & Bildung“, „Tourismus“ und „Kultur & Identität“ der LES und den Förderbestimmungen von LEADER entsprechen. Die Fördersätze für die Projekte betragen zwischen 30 und 70 Prozent. Die Beratung der LAG „bergaufland Ostallgäu“ sowie die Abwicklung der Projekte erfolgt über das zuständige Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Kempten.

Bis jetzt konnten bereits insgesamt 26 Projekte vom Entscheidungsgremium der LAG für eine Förderung im Rahmen von LEADER 2014 – 2020 befürwortet werden. Davon 16 sogenannte Einzelprojekte, also Vorhaben innerhalb der LAG, wie „Skate- und Bikepark Füssen“, „Energiezukunft Unternehmen Ostallgäu“ oder „Wiese x 16 – Modellhaftes Grünflächenmanagement und Umweltbildung zum Schutz heimischer Blumenwiesen“ sowie zehn sogenannte Kooperationsprojekte, also Vorhaben mit anderen LAGs, wie „Burgenregion Allgäu“, „Mehr Vielfalt in der Energielandschaft – mit Durchwachsene Silphie“ oder „What´s Up?! – Aktive Jugendbeteiligung im ländlichen Raum“.

„Ich rufe alle Unternehmen, Vereine und Verbände sowie Kommunen auf, weitere innovative und modellhafte Projektideen für unsere Region einzureichen und so die Chance der noch zur Verfügung stehenden Fördermittel zu nutzen“, sagt Landrätin Zinnecker.

LEADER ist die Abkürzung des französischen „Liaison entre actions de développement de l’économie rurale“ und wird übersetzt mit „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung des ländlichen Raums“. LEADER ist ein Förderprogramm der Europäischen Union (EU) und des Freistaates Bayern zur Förderung der nachhaltigen ländlichen Regionalentwicklung.

Das Förderprogramm ermöglicht es lokalen Akteuren, regionale Prozesse in sogenannten Lokalen Aktionsgruppen (LAGs) mitzugestalten. Weitere Informationen sind auf der Internetseite www.bergaufland-ostallgaeu.de zu finden. Bei Fragen steht die Geschäftsstelle des „bergaufland Ostallgäu e. V.“ unter info(at)bergaufland-ostallgaeu.de zur Verfügung.

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28.8.2019 Landkreis Ostallgäu. Im neuen Krankenhaus-Ranking der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) werden gleich zwei Häuser ausgezeichnet.

Sowohl das Krankenhaus Kaufbeuren als auch das in Füssen sind unter den besten 400 Kliniken in Deutschland. Unter die Lupe genommen wurden rund 22.00 Krankenhäuser in ganz Deutschland.

„Diese Wertung freut uns sehr, weil sie zeigt, auf welch gutem Niveau die medizinische Versorgung im Ostallgäu und in Kaufbeuren ist“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker als Vorsitzende des KOK-Verwaltungsrats.

Unter den Häusern mit 300 bis 500 Betten belegt das Kaufbeurer Krankenhaus im FAZ-Ranking Platz 71. Die Klinik in Füssen landet in der Wertung der Häuser mit 50 bis 150 Betten auf dem 72. Rang.

„Wir haben in den vergangenen Jahren enorm in Qualität und Ausstattung der medizinischen Versorgung investiert. Das zahlt sich nun aus“, sagt Zinnecker.

Zugleich habe man es aber geschafft, das Defizit der Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren deutlich zu senken. Zinnecker weiter: „Entscheidend für eine gute medizinische Versorgung ist aber vor allem das Personal, dem ich ganz herzlich für die gute Arbeit danke.“

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20.8.2019 Landkreis Ostallgäu. Bei einem Sommerbesuch hat der Moorexperte Prof. Dr. Michael Succow mehrere Moorgebiete des Naturschutzgroßprojektes besichtigt.

Bei dem Besuch wurden insbesondere die Vielfältigkeit der Allgäuer Moore sowie bislang umgesetzte Renaturierungsmaßnahmen aufgezeigt.

Nach nunmehr zehn Jahren Laufzeit der Allgäuer Moorallianz informierte sich der emeritierte Biologieprofessor und Moorexperte aus Greifswald dabei intensiv über den aktuellen Stand des Naturschutzgroßprojektes. Dabei standen einige naturkundlich besonders interessante Gebiete im Sulzschneider Wald und im Kempter Wald auf dem Programm, in denen bereits Renaturierungsmaßnahmen durchgeführt wurden.

Die beiden Landkreise Oberallgäu und Ostallgäu sind Träger dieses bis 2022 laufenden Vorhabens, das im Rahmen eines Bundesförderprogrammes betrieben wird. Michael Succow war seinerzeit Mitglied der Jury.

Succow hatte bereits im Jahr 2008, vor Projektbeginn, das Gebiet besucht. Der Moorexperte zeigte sich begeistert von der noch vorhandenen Standort- und Artenvielfalt, welche in anderen Teilen Deutschlands bereits weitgehend verschwunden ist. Ebenso hob er die Bedeutung der Moore als Kohlenstoffspeicher hervor. Daher sei es umso wichtiger, den Erhalt und den langfristigen Schutz der Moorgebiete weiter voranzutreiben. In diesem Zusammenhang würdigte Succow die bislang geleisteten Arbeiten der Allgäuer Moorallianz. Nicht zuletzt seien authentische Reste der Naturlandschaft auch für das Naturerleben des Menschen sehr bedeutsam.

Der bekannte und im Naturschutz überaus engagierte Ökologe Michael Succow war im Wendejahr 1990 kurze Zeit stellvertretender Minister für Umwelt der DDR-Regierung und gilt als Initiator des „Nationalparkprogrammes“ und damit der Entwicklung zukunftsweisender Schutzkonzepte auf dem Gebiet der ostdeutschen Länder kurz vor der Wiedervereinigung.

Succow ist Träger des Right Livelihood Award („Alternativer Nobelpreis“). Mit dem Preisgeld initiierte er eine Stiftung, die seinen Namen trägt. Er ist noch immer sehr engagiert im Naturschutz in Deutschland und in vielen anderen Ländern, er berät Regierungen und Verwaltungen weltweit.

Seine eigene Motivation, für den Moor- und Klimaschutz weltweit zu kämpfen, schöpft der 78-Jährige auch aus der Bewegung der „Fridays for Future“, die sich derzeit mit diesem Thema intensiv auseinandersetzt.

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19.8.2019 Marktoberdorf. Am Montagvormittag erschien zum wiederholten Mal ein 28-jähriger Zuwanderer mit seiner Frau im Ausländeramt beim Landratsamt Ostallgäu.

Ihnen konnte dort allerdings nicht geholfen werden, da für sie, die in München wohnhaft sind, das dortige Ausländeramt zuständig ist.

Dies wollten sie offensichtlich nicht einsehen.

Die beiden weigerten sich, das Büro zu verlassen, so dass schließlich die Polizei zu Hilfe gerufen wurde.

Der Mann randalierte und leistete Widerstand gegen die eingesetzten Beamten, die ihn nach draußen begleiten wollten.

Er wurde zur weiteren Sachbearbeitung zur Polizeiinspektion Marktoberdorf verbracht und wird nun wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte angezeigt.

(PI Marktoberdorf)

(Foto: Polizei)

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19.8.2019 Landkreis Ostallgäu. Die Servicestelle EhrenAmt hat als Unterstützung für Vereine und Gemeinden zum zweiten Mal einen zentralen Termin zur Prüfung von Böllergeräten koordiniert.

Der Termin fand in Zusammenarbeit mit dem Beschussamt München in Breitenbrunn bei Mindelheim statt. Insgesamt wurden 45 Geräte von elf Ostallgäuer Vereinen und Gemeinden überprüft.

Die Kanonen und Böller werden von den Vereinen und Gemeinden auf Hochzeiten, Kriegergedenktagen und Beerdigungen eingesetzt. Um die Sicherheit zu gewährleisten, müssen die Geräte alle fünf Jahre überprüft werden. Dies erfolgte in den vergangenen Jahren durch eine visuelle Kontrolle und war in den Bauhöfen vor Ort möglich. Neue Vorschriften führten schon vergangenes Jahr dazu, dass die Geräte während der Prüfung scharf geschossen werden müssen. Dies ist nur in speziellen Kiesgruben möglich. Die Ehrenamtlichen müssen sich deshalb seit dem Vorjahr beim Beschussamt München melden und für die Prüfung der Geräte auch weite Wege in Kauf nehmen.

Unterstützung durch den Landkreis

Julia Grimm von der Servicestelle EhrenAmt des Landkreises Ostallgäu hat sich 2018 deshalb des Themas angenommen und auch in 2019 einen Termin speziell für Ostallgäuer Vereine und Gemeinden organisiert. „Die zentrale Koordinierung eines Termins für die Beschussprüfung hat sich bewährt, da ich die Vereine mit einem relativ geringen Aufwand konkret entlasten kann. Auch im nächsten Jahr wird es deshalb wieder einen Termin für das Ostallgäu geben. Diesen werden wir Anfang 2020 bekannt geben,“ sagt Grimm.

Geräte werden auf Herz und Nieren geprüft

Das Beschussamt München ließ es in der Kiesgrube bei Breitenbrunn krachen. Die 45 Salutkanonen und Böller aus dem Ostallgäu wurden hinsichtlich Material, Funktion und Sicherheit in einer technischen Prüfung getestet. Bei der Prüfung verwendet das Beschussamt eine Schrotvorlage, um den Druck bei der Zündung zu erhöhen. So auf Herz und Nieren geprüft, können die Kanonen und Böller wieder auf öffentlichen Veranstaltungen eingesetzt werden.

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16.8.2019 Allgäu. Gemeinsames Schreiben an Umweltminister.

„Dadurch dass das Umweltministerium seit Jahren die Augen vor dem krassen Missverhältnis zwischen Aufgabenfülle und Personal unserer Veterinärämter verschließt, nimmt es billigend in Kauf, dass Verstöße gegen das Tierschutzgesetz möglicherweise nicht sofort aufgedeckt und in vollem Umfang erkannt werden. Darüber hinaus verletzt es seine gegenüber den Mitarbeitern in den Veterinärämtern bestehende Fürsorgepflicht. Wir machen uns große Sorgen und bitten darum, dass unsere Forderungen nach mehr Personal von Seiten des Ministeriums endlich ernst genommen werden.“ Mit diesem dringenden Appell haben sich die vier Allgäuer Landräte Hans-Joachim Weirather (Unterallgäu), Maria Rita Zinnecker (Ostallgäu), Anton Klotz (Oberallgäu) und Elmar Stegmann (Landkreis Lindau) jetzt in einem gemeinsamen Schreiben an den bayerischen Umweltminister Thorsten Glauber gewandt.

In dem sechsseitigen Brief stellen die vier Landräte die jahrelangen Bemühungen um eine angemessene Personalausstattung der Veterinärämter dar und fordern nochmals „dringend und unverzüglich“ Verstärkung. „Tatsache ist – und da gibt es nichts zu beschönigen – dass unsere Veterinärämter hinsichtlich ihrer personellen Ausstattung vom Umweltministerium seit Jahren kläglich im Stich gelassen werden“, heißt es darin.

Die Mitarbeiter seien teilweise an „der Grenze ihrer Belastbarkeit angelangt“. „Die Bemühungen um eine Verstärkung waren intensiv und die prekäre Situation wurde gegenüber dem Umweltministerium stets genauso drastisch beschrieben, wie sie sich darstellt.“ Um dem Umweltminister zu verdeutlichen, wie eindeutig die Hilferufe – gerade aus dem Unterallgäu – waren, zitieren die Landräte in ihrem Brief auch aus mehreren früheren Schreiben an das Umweltministerium:

„…In diesem Zusammenhang sei auch darauf hingewiesen, dass bei einer defizitären Personalausstattung ggf. ein Organisationsversagen vorliegen wird.“

„Ihr Haus wurde in der Vergangenheit wiederholt darauf aufmerksam gemacht, dass die hiesige Veterinärabteilung unter einer gravierenden personellen Unterbesetzung leidet und deswegen schon lange nicht mehr all die Aufgaben erfüllen kann, die im Laufe der Jahre angehäuft wurden. […] Ich bitte Sie wirklich eindringlich Ihrer Verantwortung für das amtstierärztliche Personal nicht länger aus dem Weg zu gehen.“

„Das Missverhältnis von Personal zu Aufgaben hat hier ein Maß angenommen, bei dem man im Falle von Versäumnissen nach unserem Dafürhalten regelmäßig von einem Organisationsverschulden ausgehen muss. Bitte sorgen Sie dafür, dass in der Frage der Personalbemessung objektive und nachvollziehbare Verteilungsschlüssel über ganz Bayern zur Anwendung kommen.“

„Angesichts des krassen Missverhältnisses zwischen Aufgabenmenge und vorhandenen Personalressourcen wird es meinen Amtstierärzten faktisch unmöglich gemacht, eine Garantenfunktion zu erfüllen.“

„Da eine Abhilfe nicht einmal in weiter Ferne absehbar ist, will ich hiermit explizit darauf hinweisen, dass diese Mitteilung erneut als eine Überlastungsanzeige zu verstehen ist und dass trotz allem Bemühen, immer das gerade Wichtigste zu erledigen, weder ich noch meine Mitarbeiter eine Verantwortung dafür übernehmen können, wenn aus der geschilderten Situation sich irgendwelche konkreten, insbesondere auch öffentlichkeitswirksame Folgen ergeben sollten.“

All die Rufe, dass in den Allgäuer und auch den schwäbischen Landkreisen dringend weitere Amtstierärzte benötigt werden, seien jedoch ungehört verhallt. Der Freistaat Bayern habe vielmehr auf andere Weise reagiert, so die Landräte: „Statt zusätzlichem Personal wurden den Veterinärämtern über all die Jahre hinweg zusätzliche neue Aufgaben übertragen.“ Sollte dies gewünscht sein, bieten die Landräte dem Umweltminister auch an, Vorschläge zu machen, wie „aufgeblähte bürokratische Vorgaben auf ein erträgliches Maß“ reduziert werden könnten.

Dass immer dann, wenn etwas vermeintlich schief laufe, „eine neue Behörde beziehungsweise neue Kontrollstrukturen“ eingerichtet würden, sei hingegen nicht die Lösung. Der Freistaat Bayern befinde sich hier „auf einem Holzweg“. Von wirklicher Entlastung für die Veterinärämter könne durch die Bayerische Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (KBLV) keine Rede sein – dies zeigten auch die bisherigen Erfahrungen.

Die voraussichtlich geringen Auswirkungen der geplanten Ausweitung der Aufgaben der KBLV erläutern die Landräte am Beispiel des Unterallgäus: Von über 1500 Rinderhaltern im Unterallgäu wäre die KBLV künftig voraussichtlich für vier Betriebe zuständig, in denen rund vier bis fünf Prozent der Rinder im Landkreis gehalten würden. „Wir brauchen – davon sind wir überzeugt – keine neuen Behörden oder zentralisierte Zuständigkeiten, wir brauchen vielmehr eine solide personelle Ausstattung der Veterinärämter“, so die vier Landräte.

„Unsere Mitarbeiter setzen täglich alles daran, um im Sinne der Verbraucher, der Landwirte und des Tierwohls ihren Aufgaben gerecht zu werden – bis an die Grenzen ihrer Möglichkeiten und teilweise darüber hinaus. Um die Fülle an Aufgaben, so wie es im Sinne des Tier- und Verbraucherschutzes richtig und angemessen wäre, erfüllen zu können, benötigen wir in den einzelnen Landratsämtern nun aber dringend und unverzüglich die schon so lange geforderten Verstärkungen.“

Davon abgesehen wehren sich die Allgäuer Landräte entschieden dagegen, dass die Allgäuer Landwirte „unter Generalverdacht“ gestellt würden. „Sie haben es verdient, dass ihnen für ihre gewissenhafte und verantwortungsbewusste Arbeit ein Grundvertrauen entgegengebracht wird.“ Leidtragende der aktuellen Diskussionen seien „die vielen landwirtschaftlichen Betriebe, die seit Generationen mit viel Herzblut, Sachverstand und Tierliebe geführt werden“.

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16.8.2019 Schwangau. Am frühen Morgen des gestrigen Feiertages führte die Polizei nach mehreren Mitteilungen beim Landratsamt Ostallgäu über Campierende im Naturschutzgebiet Ammergauer Alpen, insbesondere im Bereich der Säulingwiese eine Kontrolle durch.

Diese wurde aufgrund der exponierten Lage und des unwegsamen Zustieges über teilweise versicherte Steige durch die Alpine Einsatzgruppe der Polizei durchgeführt.

Bei der Kontrolle konnten jedoch keine Personen angetroffen werden, was unter Umständen auf die sehr geringen Außentemperaturen der vorangegangenen Nacht zurückzuführen war.

In den Schutzgebieten der Ammergauer Alpen ist das Zelten grundsätzlich verboten.

(PP Schwaben Süd/West)

Symbolbild (© Bayerische Polizei)

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14.8.2019 Landkreis Ostallgäu. Der erste Schritt zur Einführung der Integreat App war die erfolgreiche Auftaktveranstaltung mit rund 30 Teilnehmenden im Landratsamt.

„Das Ankommen und die Orientierung an einem neuen Lebensort ist oftmals mit vielen Hürden verbunden. Der Landkreis möchte daher alle aus dem Ausland zugezogenen Personen hier vor Ort im Ostallgäu unterstützen und stellt zukünftig die Integreat App zur Verfügung“, sagt Landrätin Maria Rita Zinnecker.

Die Integreat-App stellt ganzheitliche regionale Informationen zu allen Lebensbereichen digital und kostenlos zur Verfügung. Neuzugezogene bekommen so auf einen Blick nützliche Informationen in verschiedenen Sprachen.

Die App ist ab dem Zeitpunkt der Ankunft ein nützlicher Alltagsbegleiter, der Fragen rund um alle Lebensbereiche beantwortet. Mit der Frage, welche Bereiche die App abdecken soll, beschäftigte sich der Auftaktworkshop unter Leitung der beiden Projektkoordinatorinnen, der Integrationslotsin Julia Jäkel und der Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte, Linda Hagspiel, sowie einem der Mitbegründer der App, Daniel Kehne.

Sowohl Neuzugewanderte als auch Betriebe unterstützen

In Form eines World-Cafés konnten die vielen verschiedenen Experten aus den Bereichen Bildung und Integration ihr Wissen zusammentragen und diskutieren, welche Inhalte für Neuzugewanderte relevant sind.

So sagt Teilnehmer Michael Filser, Leiter der Sozialen Verwaltung des Landratsamtes: „Die verschiedenen Sichtweisen der unterschiedlichen Akteure sind für den Aufbau der App sehr gewinnbringend.“ Den Nutzen der App erkannte auch Martina Wirth von der Handwerkskammer für Schwaben: „Besonders in der Zeit des Fachkräftemangels ist die App sehr hilfreich, weil sie sowohl Neuzugewanderte als auch Betriebe unterstützen kann.“

Die kommenden Wochen werden für die Integrationslotsin und die Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte arbeitsintensiv. Denn nun geht es darum, die beim Auftaktworkshop gesammelten Informationen zu sortieren, die Inhalte der App auszuarbeiten und schließlich den Start für den Onlineauftritt zu geben.