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15.11.2019 Landkreis Unterallgäu. Er hat viele wegweisende Entscheidungen getroffen und das Unterallgäu geprägt: Nun ist Dr. Hermann Haisch im Alter von 80 Jahren verstorben.

„Der Landkreis trauert um eine bedeutende Persönlichkeit“, sagt Landrat Hans-Joachim Weirather. „Haisch war ein geachteter Kommunalpolitiker und auch als Mensch sehr beliebt. Er hat den Landkreis mit Weitsicht geformt und überaus positiv entwickelt.“

Der promovierte Tierarzt Dr. Hermann Haisch wurde 1978 aus den Reihen der CSU zum Landrat gewählt. 2006 trat er aus gesundheitlichen Gründen zurück. Während seiner 28-jährigen Amtszeit habe Haisch viele wichtige Entscheidungen gefällt, so Weirather. Er habe den Ausbau der A96 vorangetrieben und das Unterallgäu als Wirtschaftsstandort gestärkt. Außerdem habe er den Landkreis mit der Neuordnung der Krankenhauslandschaft, der Altenheime und der Müllverwertung in eine erfolgreiche Zukunft geführt.

Ferner seien ihm auch Investitionen in die Bildung sowie die Unterstützung der Vereine große Anliegen gewesen. „Und nicht zuletzt hat Haisch das Unterallgäu nach der Gebietsreform zu einer Einheit geformt und ein gemeinsames Bewusstsein geschaffen.“ Das Unterallgäu entstand 1972 aus den ehemaligen Landkreisen Memmingen und Mindelheim sowie aus Teilen der damaligen Landkreise Illertissen, Krumbach und Kaufbeuren.

Bekannt war Haisch, der in Mindelheim aufgewachsen ist und hier mit seiner Frau und den drei Kindern lebte, auch für das Gespür, das er für die Unterallgäuer hatte. „Er war volksnah, leutselig und hatte ein großes Herz für die Vereine und die Landwirtschaft‘“, betont Weirather. Haisch liebte Land und Leute, war begeisterter Kneippianer und genoss die Natur im Landkreis gerne beim Radeln und Laufen. Viele erinnern sich auch an ihn, wie er bei Veranstaltungen Alphorn oder Trompete spielte. Aber ob Haisch nun als Landrat oder privat unterwegs gewesen sei: „Haisch hatte immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Bürger.“

Auch über sein Amt als Landrat hinaus setzte sich der CSU-Politiker für die Menschen im Unterallgäu ein und war in verschiedenen Vereinen und Verbänden engagiert. So war Haisch zum Beispiel über 20 Jahre Vorsitzender des Bezirksverbands des Bayerischen Roten Kreuzes.

Für sein Wirken wurde Hermann Haisch unter anderem mit dem Bayerischen Verdienstorden (2001) und der Bayerischen Verfassungsmedaille in Silber ausgezeichnet (2005). Das Amt des Landrats sei für ihn „Lebensberufung“ gewesen, sagte Haisch einmal über sich selbst. Das Amt war ihm in die Wiege gelegt worden: bereits sein Vater Andreas Haisch war Landrat – im damaligen Landkreis Mindelheim.

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14.11.2019 Memmingen. Unter Führung einer gemeinsamen Ermittlungsgruppe der Kriminalpolizei Memmingen und der Kriminalpolizeiinspektion mit Zentralaufgaben des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West in Neu-Ulm wurden insgesamt zwölf Objekte durchsucht. Dabei konnten größere Mengen an Rauschgift sichergestellt werden.

Im Zuge eines bereits seit längerem laufenden Verfahrens wegen des Verdachts des Handels von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge wurde von beiden Kriminalpolizeiinspektionen eine Ermittlungsgruppe eingerichtet und bei der Staatsanwaltschaft Memmingen Durchsuchungsbeschlüsse für zwölf Anwesen beantragt.

Das Amtsgericht in Memmingen erließ die Beschlüsse, woraufhin am 14.11.2019 in den Vormittagsstunden gleichzeitig alle Objekte durchsucht wurden. Neun davon befanden sich in den Landkreisen Oberallgäu, Unterallgäu und Neu-Ulm sowie in den Städten Memmingen, Kaufbeuren und Kempten, drei in den Landkreisen Biberach und Ravensburg im angrenzenden Baden-Württemberg.

Dabei wurde die Kriminalpolizei in Memmingen von benachbarten Dienststellen und Beamten der Bayerischen Bereitschaftspolizei aus Königsbrunn unterstützt. Insgesamt waren über sechzig Beamte im Einsatz, zusätzlich dazu kamen noch drei Polizeihundeführer.

In Baden-Württemberg waren mehr als zehn Beamte mit ebenfalls drei zusätzlichen Hundeführern im Einsatz, die die Ermittlungsgruppe unterstützten.

Im Rahmen der Durchsuchungen konnten insgesamt etwa 340 Gramm Marihuana, 170 Gramm Amphetamin, vier Ecstasy-Tabletten und ein Elektroschocker sichergestellt werden.

Weiterhin fanden die Einsatzkräfte in einem Objekt mit etwa 65 Gramm MDMA in Pulverform eine „nicht geringe Menge“ an Betäubungsmitteln. Dort war zudem eine Machete griffbereit in der Nähe des Rauschgifts gelagert. Der 25-jährige Besitzer muss sich nun wegen eines Verbrechenstatbestandes verantworten.

Die weiteren Beschuldigten im Alter von 18 bis 57 Jahren wurden ebenso wie der 25-Jährige nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen auf freien Fuß gesetzt.

Die Ermittlungsgruppe wertet nun noch die bei der Durchsuchung aufgefundenen weiteren Beweismittel aus, bevor das Verfahren an die Staatsanwaltschaft Memmingen abgegeben wird.

(KPI Memmingen)

Symbolbild (© Bayerische Polizei)

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14.11.209 Landkreis Unterallgäu. Moore sind schwer zugänglich. Um sie landwirtschaftlich nutzbar zu machen, entwässerten sie die Menschen einst – auch die für das Unterallgäu typischen Niedermoore.

„Das geschah nicht in böser Absicht. Doch inzwischen wissen wir: Moore haben unglaublich wichtige Funktionen.“ Das betonte Landrat Hans-Joachim Weirather bei der Eröffnung der Wanderausstellung „Faszination Moor“, die derzeit im Foyer des Landratsamts Unterallgäu Station macht. Konzipiert hat die Ausstellung das Bayerische Landesamt für Umwelt, präsentiert wird sie von der Fachstelle für Klimaschutz am Landratsamt Unterallgäu in Zusammenarbeit mit den Sachgebiet Naturschutz und Landschaftspflege.

Michael Winterholler vom Bayerischen Landesamt für Umwelt machte deutlich, welchen Nutzen Moore für Natur und Klima haben. Die Böden speichern Kohlenstoff. Zudem sind Moore Wasserspeicher und Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen. Er hob hervor, jeder könne zum Schutz der Moore beitragen, zum Beispiel, indem er im Garten keinen Torf verwende.

Auf unterhaltsame Weise berichteten dann Lisa-Marie Leinsle und Maria Mayer, Schülerinnen der Maria-Ward-Realschule, von ihrer Exkursion ins Pfaffenhauser Moos. Eine Bildertafel, auf der die Schülerinnen ihre Erlebnisse dokumentiert haben, ergänzt die Ausstellung.

Die Wanderausstellung „Faszination Moor“ zeigt die Schönheit des Ökosystems Moor und gibt Impulse zur Renaturierung, in Bildern, Grafiken und Videos. Sie ist bis Mittwoch, 11. Dezember, im Foyer des Landratsamts Unterallgäu in Mindelheim, Bad Wörishofer Straße 33, zu sehen, Montag bis Donnerstag, 8 bis 17.30 Uhr, und am Freitag von 8 bis 12 Uhr.

Zum Bild: Bei der Eröffnung der Ausstellung „Faszination Moor“ berichteten Schülerinnen der Maria-Ward-Realschule von ihren Erlebnissen im Pfaffenhauser Moos. Im Bild Lisa-Marie Leinsle (links) und Maria Mayer. Foto: Anke Kirchner/Landratsamt Unterallgäu

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13.11.2019 Landkreis Unterallgäu. 18 Jahre war Johann Egger im Gemeinderat von Salgen.

2008 wurde er Chef im Rathaus, von 2014 bis 2018 war er zudem Vorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft Pfaffenhausen: Für dieses langjährige Engagement ist Egger jetzt mit der kommunalen Verdienstmedaille geehrt worden.

Landrat Hans-Joachim Weirather händigte ihm die Medaille im Landratsamt in Mindelheim aus und dankte dem Bürgermeister für seinen Einsatz.

Bei der Ehrung blickte Weirather auch auf die Verdienste des Kommunalpolitikers zurück. So wurde in seiner Amtszeit zum Beispiel die Jugendarbeit aufgebaut, das Wasserleitungsnetz erneuert oder ein interkommunales Gewerbegebiet geschaffen.

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13.11.2019 Landkreis Unterallgäu. Die Wohnberatung im Landkreis Unterallgäu in Kooperation mit der Stadt Memmingen hat inzwischen Vorbildcharakter für andere Regionen.

So kamen kürzlich fünf Vertreter der Geschäftsleitung des Hilfswerks Salzburg nach Mindelheim, um sich über das Projekt zu informieren. In einer Broschüre des Bayerischen Sozialministeriums hatten sie von der Wohnberatung im Unterallgäu gelesen und festgestellt:

Das Bundesland Salzburg in Österreich weist einige Parallelen zum Landkreis Unterallgäu auf – zum Beispiel die ländliche Struktur. Zudem zeichnet die Wohnberatung im Unterallgäu aus, dass sie bereits beim Neubau den Kontakt zum Bauherrn sucht und so vorausschauendes Bauen fördert.

Die Leistungen des Hilfswerks Salzburg reichen von der Hauskrankenpflege über Heimhilfe bis hin zur Kinderbetreuung und Jugendarbeit. Nun sei angedacht, auch eine Wohnberatung aufzubauen, um Menschen Zuhause aufzusuchen – wie im Unterallgäu. Bislang biete das Hilfswerk Beratungen für pflegende Angehörige in einer Musterwohnung an, berichteten die Gäste.

Birgitt Singer, die am Landratsamt Unterallgäu die Wohnberatung koordiniert, stellte das Angebot vor und beantwortete die zahlreichen Fragen. Die Wohnberatung ist aus dem Seniorenkonzept des Landkreises Unterallgäu hervorgegangen. Denn eine Befragung hatte ergeben: Viele Unterallgäuer Bürger wollen in den eigenen vier Wänden alt werden. Als Pluspunkt betonte Singer, dass bei der hiesigen Wohnberatung viele Wohlfahrtsverbände mit im Boot sind, zu denen Menschen in Notsituationen auch aus anderen Gründen Kontakt suchen, zum Beispiel Caritas, Diakonie, Regens Wagner und viele andere.

Singer betonte aber auch: Die Wohnberatung ist nicht nur Ansprechpartner in schwierigen Lebenssituationen, sondern berät grundsätzlich, wenn es ums Bauen geht – auch bei Neubauten oder der Ausweisung von Baugebieten. „Ich rate den Menschen immer, sich Lebenshäuser zu bauen“, so Singer. Beim Bauen und Umbauen gehe es darum, dass man komfortabel in seinen eigenen vier Wänden lebt, auch wenn sich die Lebenssituation ändert – von der Geburt des ersten Kindes bis ins hohe Alter oder auch in Zeiten von Krankheit oder bei Verletzungen.

Nach einem fruchtbaren Austausch versprachen die Gäste aus Österreich, die Unterallgäuer über den Fortschritt ihrer Pläne auf dem Laufenden zu halten und luden zum Gegenbesuch ein.

Im Bild (von links): Manfred Feichtenschlager, Leiter der Abteilung Soziale Arbeit beim Hilfswerk, Daniela Gutschi und Hermann Hagleitner, Geschäftsführung des Hilfswerks, Dr. Maria Bachmaier, Abteilungsleiterin am Landratsamt Unterallgäu, Birgitt Singer, Koordinatorin der Wohnberatung am Landratsamt Unterallgäu, Marlene Wörndl, Mitarbeiterin der Fachabteilung Soziale Arbeit beim Hilfswerk, und Klemens Manzl. Regionalstellenleiter des Hilfswerks Stadt Salzburg. Foto: Eva Büchele/Landratsamt Unterallgäu

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12.11.2019 Landkreis Unterallgäu. „Die Unterstützung, die wir erfahren, ist nicht nur völlig unzureichend, sie ist eine Farce.“ Mit diesen Worten bringt Landrat Hans-Joachim Weirather seine Enttäuschung zum Ausdruck angesichts der Tatsache, dass er seit 13 Jahren auf den dramatischen personellen Engpass im Unterallgäuer Veterinäramt aufmerksam macht.

Nun geht aus einem Schreiben von Staatsminister Thorsten Glauber hervor: Mehr als eine zusätzliche Arbeitskraft wird es nicht geben – auch nach dem sogenannten Tierskandal, durch den sich die Situation im Veterinäramt weiter zugespitzt hat. In einem Antwortschreiben an Glauber verdeutlicht Weirather nun erneut eindringlich den Ernst der Lage: „Wir sind in eklatanter Weise unterbesetzt und können mit dem vom Freistaat Bayern zur Verfügung gestellten Personal unserem gesetzlichen Auftrag nicht nachkommen.“

Die Veterinärämter an den Landratsämtern übernehmen staatliche Aufgaben: Tierschutz, Tierseuchenbekämpfung, Lebensmittelsicherheit, Arzneimittelüberwachung und die Überwachung von tierischen Nebenprodukten. Demnach entscheidet die Staatsregierung über die Anzahl der Stellen. Über die Jahre hinweg erreichten zahlreiche Hilferufe aus dem Unterallgäu das Staatsministerium – ohne nennenswerten Erfolg.

Seit dem sogenannten Tierskandal im Unterallgäu hat sich die Situation im Veterinäramt weiter verschärft. „Zusätzlich zur alltäglichen Arbeit müssen wir nun die Vorkommnisse in drei Großbetrieben aufarbeiten, was viel Arbeitskraft bindet“, sagt Veterinäramtsleiter Dr. Alexander Minich: „Außerdem sind wir dazu angehalten, die Cross Compliance Kontrollen weiter voranzutreiben.“ Welche Betriebe im Zuge dieser Regelkontrollen besucht werden, gibt das bayerische Staatsministerium vor. Zudem müssen die Veterinäre zahlreiche anlassbezogene Tierschutzkontrollen leisten, unabhängig von den in den Fokus geratenen Großbetrieben.

Zwar ordnete die Regierung in den vergangenen Monaten immer wieder Veterinäre wochen- oder tageweise ins Unterallgäu ab und demnächst kommt eine zusätzliche Kraft – zunächst befristet für zwei Jahre. Weirather schreibt dazu an Glauber: „Natürlich sind wir Ihnen für die uns zwischenzeitlich zur Verfügung gestellten kurzfristigen Geschäftsaushilfen dankbar.“ Diese stellten jedoch allenfalls eine kleine Linderung der Gesamtsituation dar. „Auch die Aussicht auf eine befristete Tierarztstelle sowie die sich daran anschließende etwaige Schaffung einer dauerhaften Stelle kann ich nur als Geste betrachten, wird aber niemals geeignet sein, unsere Probleme zu lösen.“

Weirather betont, grundsätzlich sei es dringend geboten, den tatsächlichen Personalbedarf der Veterinärämter zu ermitteln. Zudem müsse das Ministerium festlegen, wie und in welcher Intensität die Veterinäre welche Aufgaben zu erledigen haben. Neben der Forderung nach weiterer Verstärkung äußert Weirather den Vorschlag: Die bayerische Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (KBLV) solle sich „unverzüglich, abschließend und alleinig“ der Unterallgäuer Großbetriebe annehmen, um das Unterallgäuer Veterinäramt zu entlasten.

Die Arbeit des Unterallgäuer Veterinäramts in Zahlen:

Im Zuständigkeitsgebiet des Unterallgäuer Veterinäramts liegen über 1500 Rinderhalter. Insgesamt gibt es etwas über 134.000 Rinder, davon 66.000 Milchkühe. Damit ist das Unterallgäu der rinderreichste Landkreis in Bayern. Dazu kommen hunderte weitere landwirtschaftliche Betriebe, zum Beispiel etwa 100 Schweinehalter mit insgesamt 27.000 Schweinen. Das Veterinäramt ist außerdem für Imker, Fischzuchten und private Tierhalter, zum Beispiel von Haustieren, Geflügel und Pferden, zuständig.

Im Jahr 2018 gab es in 127 landwirtschaftlichen Betrieben Cross Compliance Kontrollen und 70 Futtermittelproben. Außerdem gingen 165 Tierschutzanzeigen ein.

Im Zuständigkeitsbereich des Unterallgäuer Veterinäramts liegen auch 142 Lebensmittelbetriebe – unter anderem Metzgereien, Kühlhäuser und Wildbetriebe.

Die Überwachung des Tierarzneimittel- und des internationalen Lebensmittelverkehrs gehören ebenfalls zu den Aufgaben. Allein für eine große Molkerei hat das Veterinäramt heuer bereits 600 Exportzeugnisse unterzeichnet.

Zudem überwacht das Veterinäramt Betriebe, die tierische Nebenprodukte verarbeiten, zum Beispiel Biogasanlagen – 93 solcher Betriebe gibt es im Unterallgäu.

Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Tierseuchenbekämpfung. Heuer sorgte zum Beispiel die Blauzungenkrankheit für Furore.

Derzeit sind am Unterallgäuer Veterinäramt viereinhalb Veterinärstellen besetzt. Ab Mitte November kommt eine Stelle hinzu.

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12.11.2019 Memmingen. Mit rund 8.500 Besuchern sind die 17. Memminger Gesundheitstage zu Ende gegangen. Unter dem Motto „Gesund leben“ waren heuer wieder rund 70 Aussteller aus verschiedenen Bereichen des regionalen Gesundheitswesens in der Stadthalle vertreten.

„Unsere Gesundheit ist ein unbezahlbares Gut, das bei den meisten Menschen an erster Stelle der persönlichen Wunschliste steht“, betonte Memmingens Oberbürgermeister Manfred Schilder bei der feierlichen Eröffnung der Gesundheitsschau vor großem Publikum.

„Über einen gesunden Lebensstil und die breite Palette des medizinischen Angebots in unserer Stadt“, wie Schilder es nannte, konnten sich die Besucherinnen und Besucher der dreitägigen Messe an den Ständen von rund 70 Ausstellern sowie bei einem umfangreichen Vortrags- und Rahmenprogramm informieren. In über 30 Fachvorträgen vermittelten unter anderem Chef- und Oberärzte des Klinikum Memmingen neueste Informationen zu Volkskrankheiten wie Arthrose, Herzschwäche oder Rückenschmerzen. „Erfreulicherweise sind die Fortschritte der Medizin sowohl im diagnostischen wie auch im therapeutischen Bereich unaufhaltsam“, so der Ärztliche Direktor des Klinikum Memmingen, Professor Dr. Albrecht Pfeiffer. „Mit immer schonenderen Eingriffsverfahren bieten sich immer effizientere und individuellere Therapiemöglichkeiten.“

Über moderne Therapieverfahren in der Hirn- und Wirbelsäulenchirurgie referierte der Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie, Prof. Dr. Marcel Seiz-Rosenhagen, am Eröffnungsabend. Er verdeutlichte anhand anschaulichen Bildmaterials, wie die Patienten am Klinikum Memmingen hochspezialisiert unter Einsatz bester Technik an Kopf und Wirbelsäule behandelt werden. Um die höchste Ergebnisqualität zu erreichen, sei die Auswahl der optimalen Behandlung in Hinblick auf das Alter des Patienten, die Vorerkrankungen, die Vorgeschichte und die individuellen Erwartungen des Erkrankten entscheidend, so Seiz-Rosenhagen. Anhand eines überdimensionalen Gehirnmodells erklärte der Chefarzt den zahlreichen Besuchern die Strukturen des menschlichen Gehirns.

„Mit dem Vortragsprogramm erreichten wir insgesamt rund 1700 Besucherinnen und Besucher“, freute sich Ausstellungsleiterin Julia Mayer vom Hauptamt der Stadt Memmingen. Dabei erfuhren die Zuhörer auch Wissenswertes über verschiedene Krebserkrankungen, über Demenz, psychische Erkrankungen, gesunden Schlaf oder Stressabbau durch Meditation. „Gesund leben heißt bewusst leben“, sagte die Direktorin der AOK-Direktion Memmingen-Unterallgäu, Regina Merk-Bäuml. „Machen Sie sich Ihre Gesundheit zum Freund, denn so sparen Sie sich die Mühe, etwas im Inneren immer wieder bekämpfen zu müssen.“

Am Stand der AOK wurde in Kooperation mit dem Klinikum Memmingen eine kostenlose Blutzuckermessung angeboten, die von zahlreichen Besuchern in Anspruch genommen wurde. In einer Zuckerausstellung wiesen die AOK-Mitarbeiter auf Zuckerfallen in verschiedenen Lebensmitteln hin. Auch die Ernährungsberatung des Klinikums nahm die Besucher mit auf eine Reise ins „Zuckerland“ und verwöhnte mit gesunden Leckereien, teilweise ohne Laktose und Gluten, wie Maximilian Mai berichtete, Referats- und Verwaltungsleiter des Klinikums.

Um einen realistischen Eindruck der täglichen Arbeit auf der Kinderintensivstation des Klinikums zu vermitteln, hatte die Kinderklinik in der Stadthalle einen sogenannten Inkubator aufgebaut, in dem Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht von weniger als 400 Gramm versorgt werden, wie die Stationsleiterin Renate Olbrich erklärte.

Die Memminger Polizei informierte über Gefahren im Straßenverkehr durch Alkohol- und Drogenbeeinflussung beziehungsweise Ablenkungsfaktoren durch moderne Kommunikationsmittel wie Smartphone und Tablet. Auf großes Interesse stieß auch das Angebot der Hilfsorganisationen Bayerisches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe und Malteser Hilfsdienst. Unter den rund 30 Selbsthilfegruppen und Organisationen waren auch die Deutsche Parkinson Vereinigung, das Blaue Kreuz Memmingen, die Behinderten-Kontaktgruppe sowie der Behindertenbeirat und der Seniorenbeirat der Stadt Memmingen vertreten. Der Kinderschutzbund Memmingen-Unterallgäu präsentierte in Kooperation mit der „KoKi Frühe Hilfen“ ein Angebot für Kinder mit Leseecke und Kreativ-Treff.

Die Gesundheitstage, die im jährlichen Wechsel mit den Naturheiltagen in der Stadthalle präsentiert werden, sind eine gemeinsame Veranstaltung der Stadt Memmingen, des Klinikum Memmingen und der AOK-Direktion Memmingen-Unterallgäu in Zusammenarbeit mit Firmen, Behörden, Organisationen und Einrichtungen des Gesundheitswesens. Den nächsten Termin vom 5. bis 7. November 2021 können sich Interessierte gleich im Kalender markieren.

Die 17. Memminger Gesundheitstage sind eröffnet. Beim symbolischen Akt, dem Durchschneiden eines Bandes in den Stadtfarben (v.li.): Der Ärztliche Direktor des Klinikum Memmingen, Professor Dr. Albrecht Pfeiffer, die Direktorin der hiesigen AOK, Regina Merk-Bäuml, und Oberbürgermeister Manfred Schilder. Foto: Häfele/Pressestelle Klinikum Memmingen

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11.11.2019 Landkreis Unterallgäu. Ob Sport oder Musik, Naturschutz oder Feuerwehr, Jugend oder Senioren: Über 1300 Vereine gibt es im Unterallgäu – und umso mehr Menschen, die in ihnen Verantwortung übernehmen im Vorstand, als Kursleiter oder bei der Organisation von Festen.

„Wir möchten unsere Ehrenamtlichen bei ihrer vielfältigen und wertvollen Arbeit unterstützen“, sagt Landrat Hans-Joachim Weirather. Nach einem eigenen „Wegweiser für Vereine“ mit speziellen Fortbildungsangeboten sei deshalb nun auf der Internetseite des Landratsamts eine umfangreiche Plattform mit vielen interessanten Informationen für alle, die ehrenamtlich aktiv sind, entstanden. Zu finden ist diese unter www.unterallgaeu.de/ehrenamt.

Die Unterallgäuer Kreisjugendpflegerin Julia Veitenhansl und Saskia Nitsche (Koordinatorin der Bildungsregion Memmingen-Unterallgäu) haben dafür viele Informationen und Unterlagen zusammengetragen und in Zusammenarbeit mit der Pressestelle des Landratsamts übersichtlich und verständlich aufbereitet.

„Bei unseren Fortbildungen stellen wir immer wieder fest, dass es für die Vereine schwierig ist, gute Informationen zu finden. Deshalb sind bei den Ehrenamtlichen – gerade bei rechtlichen Themen – viele Fragen offen“, sagt Veitenhansl. Und so geht es auf den neuen Internetseiten um finanzielle und rechtliche Fragen, Steuern und Versicherungen ebenso wie beispielsweise um den Datenschutz, das erweiterte Führungszeugnis, die Jugendarbeit im Verein und Fortbildungsangebote.

In der Rubrik „Grundwissen“ sind hilfreiche Links zusammengefasst. Umfangreiche Tipps und Hinweise für Festveranstalter runden das Informationsangebot ab. Daneben kommen auch die verschiedenen Möglichkeiten der Anerkennung für Ehrenamtliche – von der Ehrenamtskarte über den Ehrenamtsnachweis bis hin zur Jugendleiterkarte Juleica und Informationen über mögliche Ehrungen und Auszeichnungen – nicht zu kurz.

Nach und nach sollen die Seiten erweitert und ergänzt werden, betonen die Verantwortlichen. „Uns ist es ein wichtiges Anliegen, praxisnahe Fortbildungen anzubieten. Genauso praxisnah und hilfreich sollen auch unsere Ehrenamtsseiten im Internet sein“, sagt Veitenhansl. Dort werden deshalb Muster-Formulare genauso angeboten wie etwa Formulierungshilfen rund um das Thema Datenschutz.

Info: Die neuen Ehrenamtsseiten des Landkreises findet man im Internet unter www.unterallgaeu.de/ehrenamt. Die Ansprechpartner erreicht man unter Telefon (08261) 995-182 oder -242. Die nächste Fortbildung für Ehrenamtliche findet am Donnerstag, 14. November, von 19 bis 21 Uhr im Landratsamt statt. Dabei geht es um sexuelle Gewalt und das erweiterte Führungszeugnis. Referenten sind Kreisjugendpflegerin Julia Veitenhansl und Karola Heine von der Fachstelle gegen sexuelle Gewalt. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung aber erforderlich an jugendpflege(at)lra.unterallgaeu.de

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11.11.2019 Landkreis Unterallgäu. Ein Bild von verschiedenen Bauprojekten haben sich jetzt die Mitglieder des Kreis- und Bauausschusses des Unterallgäuer Kreistags gemacht. Landrat Hans-Joachim Weirather hatte sie zu einer Rundfahrt eingeladen, bei der über den aktuellen Stand mehrerer Hoch- und Tiefbaumaßnahmen informiert wurde.

Zunächst ging es zur Außenstelle der Staatlichen Berufsschule Mindelheim in Memmingen. Die dortige Hausmeisterwohnung wurde für 140.000 Euro um einen Anbau in Richtung Osten erweitert. Als nächstes ist der Austausch der Hackschnitzelheizung geplant, wie Anton Bartenschlager, Hochbauamtsleiter am Landratsamt, erläuterte. Diese heizt die Berufsschule, die Sporthalle und die Landwirtschaftsschule. Die Kosten für den Austausch werden sich laut Bartenschlager voraussichtlich auf 280.000 Euro belaufen.

Nächster Stopp war beim Allgäu Airport. Dort informierte Martin Osterrieder, Kreisrat und Bürgermeister von Benningen, über die Gemeindeverbindungsstraße zwischen Memmingerberg, Benningen und Hawangen. Die 2,4 Kilometer lange sogenannte Westkopf-Umfahrung wurde in diesem Jahr fertiggestellt. Die Weiterführung der Straße nach Hawangen muss noch ausgebaut werden.

Vorbei an der 2018 fertiggestellten Unterführung in Ungerhausen führte die Tour weiter zur Staatsstraße 2020 bei Holzgünz. Die Straße wird verlegt und damit eine Umfahrung von Holzgünz geschaffen. Die Arbeiten sollen nächstes Jahr abgeschlossen sein, sagte Walter Pleiner, Tiefbauamtsleiter am Landratsamt. Die bisherige Staatsstraße werde zur Kreisstraße abgestuft.

Letzte Station der Fahrt war Mindelheim. Neben einer Besichtigung des Kreis-Bauhofs stand eine Führung durch das Sonderpädagogische Förderzentrum auf dem Programm. Die Sanierung der Umkleiden und Sanitäranlagen der Turnhalle ist laut Bartenschlager so gut wie abgeschlossen.

Bei den Kosten mache man „annährend eine Punktlandung“. Wie geplant, belaufen sich diese auf rund 762.000 Euro. Über ein Förderprogramm zur Verbesserung der Schulinfrastruktur unterstützt der Freistaat Bayern die Maßnahme mit rund 500.000 Euro. Die Schule selbst wird innen erneuert. 2010 wurde sie bereits energetisch saniert.

Über die Verlegung der Staatsstraße 2020 bei Holzgünz informierten sich die Mitglieder des Kreis- und Bauausschusses des Unterallgäuer Kreistags bei einer Rundfahrt. Foto: Sylvia Rustler/Landratsamt Unterallgäu

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11.11.2019 Landkreis Unterallgäu. Feststeht, dass das Kreis-Seniorenwohnheim in Bad Wörishofen vergrößert werden soll. Wie aber soll der Anbau aussehen?

Mit dieser Frage beschäftigte sich jetzt der Bauausschuss des Unterallgäuer Kreistags. Zur Diskussion standen fünf Varianten. Am Ende sprach sich der Ausschuss mehrheitlich für die Weiterverfolgung einer Variante mit verschiedenen Vorteilen aus. Allerdings muss dafür der große Baum im Innenhof gefällt werden.

Zunächst ging Landrat Hans-Joachim Weirather auf die Rahmenbedingungen ein. Klar sei, dass man die Zahl der Pflegeplätze von 48 auf 69 erweitern und dazu ein funktionales Gebäude schaffen wolle. Vorgegeben sei auch der Zuschnitt des Grundstücks und die Tatsache, dass im Innenhof ein großer, zentraler Baum stehe. „Man hat das Seniorenwohnheim damals um diesen Baum herum gebaut“, gab der Landrat zu bedenken. Es handle sich um eine zwölf Meter hohe Baum-Hasel, die bis zu 400 Jahre alt werden könne.

Um den Baum zu erhalten, schlug die Kreis-Verwaltung vor, an der in der Vorplanung angedachten Lösung mit einem gläsernen Verbindungsgang Süden und einer Erweiterung nach Osten und Süden festzuhalten. Anton Bartenschlager, Hochbauamtsleiter am Landratsamt, und Clemens Schneider vom gleichnamigen Architekturbüro aus Bad Wörishofen, hatten die Vor- und Nachteile der fünf verschiedenen Varianten zuvor vorgestellt.

Am Ende überwogen für den Bauausschuss die Vorteile einer Variante, bei der der große Baum nicht erhalten werden kann. So sprach sich das Gremium mehrheitlich für einen Querbau im Süden aus. Für diese Lösung sprach unter anderem, dass diese günstiger ist und Gang- und Wohneinheiten kombiniert sind. Für diese Variante macht das Architekturbüro nun einen genaueren Entwurf und berechnet die voraussichtlichen Kosten.