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12.11.2019 Lindau (Bodensee). Landrat Elmar Stegmann hat im Rahmen einer Feierstunde Bürger des Landkreises, die sich nicht nur auf vielfältigste Weise ehrenamtlich engagieren, sondern dies schon seit vielen Jahren über das normale Maß hinaus tun, geehrt.

Ausgezeichnet wurden fünf Personen mit der Verdienstmedaille des Landkreises Lindau, ein Mitbürger für seine Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung sowie zwei Feldgeschworene für ihre langjährigen Dienste.

„Das Ehrenamt erfordert von denjenigen, die sich engagieren, viel Zeit und Kraft und manchmal erfordert es auch starke Nerven. Es ist für mich deshalb eine ganz besondere Freude, Ihnen allen heute für Ihr außerordentliches ehrenamtliches Engagement danken zu dürfen.“, würdigte Landrat Elmar Stegmann die Geehrten. Die Ehrungsveranstaltung des Landkreises Lindau fand im Rokokosaal statt und wurde musikalisch umrahmt von einem Klarinetten- und Akkordeon-Duo.

Im Einzelnen wurden geehrt:

Landkreismedaille

wird verliehen für besondere Verdienste um den Landkreis Lindau auf sozialem, kulturellem oder wirtschaftlichem Gebiet

Wilfried Fuchs aus Lindau

Seit 2003 ist Wilfried Fuchs Vizepräsident des Bayerischen Schwimmverbands. Der Abteilungsleiter und Trainer beim TSV 1850 Lindau ist darüber hinaus als Schiedsrichter in der Lehreraus- und –fortbildung tätig. Für seinen unermüdlichen Einsatz hat ihn der Deutsche Schwimmverband heuer mit der Ehrenplakette in Gold ausgezeichnet. Er ist außerdem Geschäftsführer des Arbeitskreises Sport in Schule und Verein im Landkreis Lindau.

Ernst Müller aus Hergatz

Ernst Müller war langjähriger Dirigent der Musikkapelle Maria-Thann. Er ist seit 2005 Bezirksdirigent im Bezirk 7 Lindau des ASM und außerdem Gründer und Dirigent des seit fast 10 Jahre bestehenden Seniorenorchesters mit nicht mehr aktiven Musikkapellenmitgliedern aus dem gesamten Landkreis Lindau. Diese treten des Öfteren auf. Heuer zum Beispiel beim Kreisseniorentag in Maria-Thann am 19. Oktober.

Ulfried Müller aus Weiler-Simmerberg

Ulfried Müller ist seit 2004 Vorsitzender der Kreisverkehrswacht und engagiert sich hier für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Die Kreisverkehrswacht führt gemeinsam mit weiteren Akteuren jedes Jahr zahlreiche Aktionen durch und hat hier den Fokus gerade auch auf schwächere Verkehrsteilnehmer wie Kinder und Senioren.

Eike von Hoyer aus Lindau

Von 2007 bis 2018 hat Eike von Hoyer als Vorsitzender des Behindertenbeirats die Arbeit in dem Verein geprägt. Er hat sich stark gemacht für eine bessere Einbindung von Menschen mit Behinderung in den gesellschaftlichen Alltag, hat zahlreiche Veranstaltungen, Fotoaktionen und Exkursionen organisiert und war für viele Betroffene Ansprechpartner. Er war auch in verschiedene Projekte zur Inklusion als Berater eingebunden, z.B. bei dem touristischen Projekt „Allgäu-Außerfern barrierefrei“.

Friedhold Schneider aus Oberreute

Ehrenkreisbrandrat Friedhold Schneider war von 1989 bis 2019 für den Landkreis in der Kreisbrandinspektion tätig, seit 2002 als Kreisbrandrat. Er hat sich in dieser Zeit in vielen Bereichen verdient gemacht. So hat er beispielsweise eine einheitliche Ausbildung zum Truppmann/Truppführer im Landkreis und eine enge Zusammenarbeit mit anderen Blaulichtorganisationen umgesetzt. Er hat viele übergreifende Großübungen betreut, die Feuerwehren bei Beschaffungen unterstützt und sich stark im vorbeugenden und baulichen Brandschutz engagiert. Er hat den Blaulichttag im Landkreis durchgeführt (2003, 2008 und 2018) und bringt sich stark in die Nachwuchsgewinnung und –förderung ein. Sein Engagement war immer überdurchschnittlich.

Kommunale Dankurkunde

mindestens 18-jährige Tätigkeit in einem kommunalen Gremium

Karl Schober aus Lindau

Karl Schober ist seit 2000 Mitglied des Lindauer Stadtrates. Seit Juli 2004 ist er außerdem zweiter Bürgermeister. Von 2015 bis 2017 war Karl Schober Orstvorsitzender der CSU. Darüber hinaus ist er ordentliches Mitglied im Werkausschuss Immobilienmanagement, im Projektausschuss Cavazzen, Aufsichtsratsmitglied der Stadtwerke Lindau (B) Verwaltungs GmbH, der Telekommunikation Lindau (B) GmbH, der Stadtverkehr Lindau (B) GmbH und der GWG Lindauer Wohnungsgesellschaft mbH.

Zudem ist er Mitglied in der Verbandsversammlung der Sparkasse Memmingen-Lindau (B)-Mindelheim. Karl Schober ist auch Verbandsrat des Zweckverbands für Abfallwirtschaft Kempten bzw. Aufsichtsrat der ZAK Holding GmbH und seit Jahrzehnten in den unterschiedlichsten Vereinen engagiert. Seit 2002 ist Karl Schober der 1. Vorsitzende des Kinderfest-Fördervereins Reitnau. Er ist außerdem seit 2008 Mitglied des Kreistags des Landkreises Lindau und seit 2014 Vorsitzender der CSU-Kreistagsfraktion.

Als langjährige Feldgeschworene wurden geehrt:

David Schäfler aus Weißensberg

Nach Aufgabe der Landwirtschaft, wechselte David Schäfler den Beruf und wird Greenkeeper beim Golfclub Weißensberg. Von 1996 bis 2014 hat er sich außerdem im Gemeinderat in Weißensberg engagiert. Früher war er ein aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Weißensberg – jetzt ist er ein passives Mitglied.

Alois Baur aus Weißensberg

Alois Baur aus Weißensberg wird ebenfalls für sein 40-jähriges Wirken als Feldgeschworener geehrt. Er ist Bio-Landwirt in der Milchwirtschaft und hat den Hof vor ein paar Jahren an seinen Sohn übergeben. Bei der Freiwilligen Feuerwehr Weißensberg war er viele Jahre Fähnrich und ein aktives Mitglied bis zur Altersgrenze.

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12.11.2019 Memmingen. In den Nachtstunden von Montag, 11.11.2019, auf Dienstag, 12.11.2019, fiel einer Streifenbesatzung in Memmingen ein schwer beschädigter Pkw auf.

Die Fahrerin des Pkws reagierte auch zunächst nicht auf die Anhaltesignale des Streifenwagens.

Letztendlich hielt dann die 65-jährige Pkw-Lenkerin doch an.

Bei der Kontrolle konnte deutlicher Alkoholgeruch wahrgenommen werden. Ein vor Ort durchgeführte Alkoholtest bestätigte die Alkoholisierung von über 1,1 Promille.

Ermittlungen ergaben, dass die Fahrerin zuvor gegen die Absperrung eines Lichtmastes gefahren war, weiterhin vermutlich auch noch gegen einen geparkten Pkw.

Der Führerschein wurde sichergestellt und die Fahrerin musste sich einer Blutentnahme unterziehen.

Die Gesamtschadenshöhe wird auf circa 3.000 Euro beziffert.

(PI Memmingen)

(Symbolfoto: Polizei)

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12.11.2019 Mindelheim. Zu einem Verkehrsunfall kam es in Mindelheim gegen Mittag des 11.11.2019 in der Krumbacher Straße auf Höhe der Bäckerei Mandl.

Eine 36-jährige Pkw-Fahrerin musste aufgrund eines vor ihr befindlichen Linksabbiegers bremsen.

Die 69-jährige Fahrerin des Pkws im nachfolgenden Verkehr bemerkte dies zu spät.

Hierbei kam es zu einem Auffahrunfall mit einem Sachschaden an beiden Fahrzeugen.

Die Gesamtschadenshöhe wird auf ca. 3.000 Euro geschätzt.

Da glücklicherweise niemand verletzt wurde, kam die Unfallverursacherin mit einem Verwarnungsgeld davon.

(PI Mindelheim)

(Symbolfoto: Polizei)

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12.11.2019 Lindenberg. Am Montagnachmittag parkte eine 57-jährige Frau ihren Pkw vor dem Eingang eines Geschäfts in der Baumeister-Specht-Straße in Lindenberg.

Während die Fahrerin ausstieg und vom Fahrzeug wegging, blieb ihr Beifahrer im Auto sitzen.

Er konnte beobachten, wie ein 45-Jähriger mit seinem Pkw bei einem Einparkversuch das Auto der Frau beschädigte und danach sofort flüchtete.

Durch die Angaben des Zeugen konnte der Verursacher durch die Polizei Lindenberg im Stadtgebiet angehalten werden.

Er wird wegen eines Vergehens des unerlaubten Entfernens vom Unfallort angezeigt.

Es entstand ein Sachschaden von ca. 1.000 Euro.

(PI Lindenberg)

Symbolbild (© Bayerische Polizei)

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12.11.2019 Kempten im Allgäu. Am Abend des 11.11.2019 fuhr ein 43-jähriger Pkw-Fahrer auf der Rottachstraße stadteinwärts und bog nach links in den Adenauerring ab.

Dabei übersah er eine auf der Rottachstraße entgegenkommende 68-jährige Pkw-Fahrerin, welche den Kreuzungsbereich geradeaus überqueren wollte.

Es kam zum Zusammenstoß, wobei beide Beteiligte leicht verletzt wurden.

Es entstand an den Fahrzeugen ein Sachschaden in Höhe von ca. 23.000 Euro.

(VPI Kempten)

Symbolbild (© Bayerische Polizei)

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12.11.2019 Sonthofen. Auf Antrag des Gerichts während einer Verhandlung wurde die Polizei Sonthofen gestern Nachmittag gebeten, bei einem Tatverdächtigen einen Atemalkoholtest durchzuführen. Dieser ergab einen Wert von knapp 3,0 Promille bei dem 33-jährigen Angeklagten.

Als daraufhin der Verhandlung vertagt wurde, fing der Mann an aggressiv und beleidigend zu werden.

Bei der Durchsuchung der Jacke des Mannes erhärtete sich zusätzlich der Verdacht eines vorausgegangenen Ladendiebstahles.

Gegen eine vorläufige Festnahme leistete er heftigen Widerstand, weshalb die Polizeikräfte ihn fesseln mussten und zur weiteren Gewahrsamnahme in eine Arrestzelle der Polizei brachten.

Dort wurde die Verweildauer durch die persönlich anwesende Richterin am Amtsgericht festgelegt und später beendet.

Neben den Anzeigen wegen Verdachts des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und versuchter Körperverletzung dauern die Ermittlungen zu möglich weiteren Diebstahlsdelikten noch an.

(PI Sonthofen)

Symbolbild (© Bayerische Polizei)

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12.11.2019 Memmingen. Die Narren stürmen das Rathaus – buntes Treiben auf dem Marktplatz.

Gut ausgestattet mit Lautsprecherwagen und Schildern ziehen die Himmlischen Teufel auf dem Marktplatz ein. Ihr Ziel: um Punkt 11.11 Uhr das Rathaus zu stürmen und bis zum Aschermittwoch die Amtsgeschäfte in Memmingen zu übernehmen. Doch bevor das in Angriff genommen wird, stellt Moderator Joachim Kehrle zunächst seine neuen Tollitäten vor. Claudia I. und Rolf I. sind das aktuelle Prinzenpaar der Himmlischen Teufel des TVM. Und beim Nachwuchs haben Yvonne I. und Luca I. das Zepter in der Hand.

Beim Sturm der Stadtbachhexen per Leiter ins Amtszimmer des Oberbürgermeisters haben Oberbürgermeister Manfred Schilder und Bürgermeisterin Margareta Böckh keine Wahl: die weiße Fahne wird geschwenkt und später der Schlüssel der Stadt an die Narren übergeben. Trotzdem verteidigen sich die beiden auf die Kritikpunkte des Elferrats.

Das Bewegungsbad und Kombibad? „Das wird alles in den Stadtbach ausgelagert. Schließlich ist jetzt das Haus in der Hirschgasse frei, dort kann man die Duschen und Umkleideräume dafür unterbringen“, schlägt Manfred Schilder vor. Und Bahnen schwimmen könne man dann bis unter den Schrannenplatz hindurch!

Den Eisernen Steg, den müsse man gar nicht als Sprungturm im Kombibad verwenden, wie es die Narren vorgeschlagen hatten, der könne auch auf dem Marktplatz als Skywalk wiederverwertet werden. Obwohl dort ebenso neue Gebäude gegen die Wohnungsnot entstehen könnten, schlägt Schilder vor.

Da die Nasa trotz Aufforderung immer noch keinen Mondstein vom Memminger Mau herausgerückt habe, solle doch der Oberbürgermeister selbst ins All fliegen und einen beschaffen. „Wenn wir dich dann auf den Mond schießen bekommst du sogar noch einen Mars-Riegel mit und ein Milky Way“, tröstete Joachim Kehrle das Stadtoberhaupt. Manfred Schilder freute sich sehr: „Schön, wenn ich auf dem Mond bin, dann habe ich das nächste halbe Jahr frei.“ Schließlich weine er nicht, wenn die Himmlischen Teufel dann seine Arbeit übernehmen.

Bei der Showeinlage der Garde zeigte Schilder, dass er mit seinem Talent sofort bei den Frauen anfangen könnte. Taktsicher und mit viel Kondition warf er die Beine in die Höhe und schaute sich die Armbewegungen ab. Nur beim abschließenden Spagat passte er lieber. Dass der Elferrat und der Oberbürgermeister auf so manchen klugen Hinweis nur verhaltenen Applaus bekommen haben, muss wohl daran gelegen haben, dass durch die eisigen Temperaturen der Großteil der Besucher Handschuhe getragen hat.

Trotz der kalten Witterung tanzten die Mini-, die Teenie- und die Prinzengarde mit vollem Einsatz und ideenreichen Choreografien. Aber schließlich ist ja das Motto der Himmlischen Teufel auch: „Mau, Mau, Mau – s‘wird scho gau.“ Auch eine sehr große Zahl befreundeter Zünfte aus Nah und Fern waren auf dem Marktplatz erschienen um die Memminger Narren beim Faschingsbeginn zu unterstützen. So herrschte auch in diesem Jahr wieder ein buntes Treiben auf dem Marktplatz.

Oberbürgermeister Manfred Schilder beweist sein Tanztalent. (Foto: Manuela Frieß/Pressestelle der Stadt Memmingen)

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12.11.2019 Landkreis Unterallgäu. „Die Unterstützung, die wir erfahren, ist nicht nur völlig unzureichend, sie ist eine Farce.“ Mit diesen Worten bringt Landrat Hans-Joachim Weirather seine Enttäuschung zum Ausdruck angesichts der Tatsache, dass er seit 13 Jahren auf den dramatischen personellen Engpass im Unterallgäuer Veterinäramt aufmerksam macht.

Nun geht aus einem Schreiben von Staatsminister Thorsten Glauber hervor: Mehr als eine zusätzliche Arbeitskraft wird es nicht geben – auch nach dem sogenannten Tierskandal, durch den sich die Situation im Veterinäramt weiter zugespitzt hat. In einem Antwortschreiben an Glauber verdeutlicht Weirather nun erneut eindringlich den Ernst der Lage: „Wir sind in eklatanter Weise unterbesetzt und können mit dem vom Freistaat Bayern zur Verfügung gestellten Personal unserem gesetzlichen Auftrag nicht nachkommen.“

Die Veterinärämter an den Landratsämtern übernehmen staatliche Aufgaben: Tierschutz, Tierseuchenbekämpfung, Lebensmittelsicherheit, Arzneimittelüberwachung und die Überwachung von tierischen Nebenprodukten. Demnach entscheidet die Staatsregierung über die Anzahl der Stellen. Über die Jahre hinweg erreichten zahlreiche Hilferufe aus dem Unterallgäu das Staatsministerium – ohne nennenswerten Erfolg.

Seit dem sogenannten Tierskandal im Unterallgäu hat sich die Situation im Veterinäramt weiter verschärft. „Zusätzlich zur alltäglichen Arbeit müssen wir nun die Vorkommnisse in drei Großbetrieben aufarbeiten, was viel Arbeitskraft bindet“, sagt Veterinäramtsleiter Dr. Alexander Minich: „Außerdem sind wir dazu angehalten, die Cross Compliance Kontrollen weiter voranzutreiben.“ Welche Betriebe im Zuge dieser Regelkontrollen besucht werden, gibt das bayerische Staatsministerium vor. Zudem müssen die Veterinäre zahlreiche anlassbezogene Tierschutzkontrollen leisten, unabhängig von den in den Fokus geratenen Großbetrieben.

Zwar ordnete die Regierung in den vergangenen Monaten immer wieder Veterinäre wochen- oder tageweise ins Unterallgäu ab und demnächst kommt eine zusätzliche Kraft – zunächst befristet für zwei Jahre. Weirather schreibt dazu an Glauber: „Natürlich sind wir Ihnen für die uns zwischenzeitlich zur Verfügung gestellten kurzfristigen Geschäftsaushilfen dankbar.“ Diese stellten jedoch allenfalls eine kleine Linderung der Gesamtsituation dar. „Auch die Aussicht auf eine befristete Tierarztstelle sowie die sich daran anschließende etwaige Schaffung einer dauerhaften Stelle kann ich nur als Geste betrachten, wird aber niemals geeignet sein, unsere Probleme zu lösen.“

Weirather betont, grundsätzlich sei es dringend geboten, den tatsächlichen Personalbedarf der Veterinärämter zu ermitteln. Zudem müsse das Ministerium festlegen, wie und in welcher Intensität die Veterinäre welche Aufgaben zu erledigen haben. Neben der Forderung nach weiterer Verstärkung äußert Weirather den Vorschlag: Die bayerische Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (KBLV) solle sich „unverzüglich, abschließend und alleinig“ der Unterallgäuer Großbetriebe annehmen, um das Unterallgäuer Veterinäramt zu entlasten.

Die Arbeit des Unterallgäuer Veterinäramts in Zahlen:

Im Zuständigkeitsgebiet des Unterallgäuer Veterinäramts liegen über 1500 Rinderhalter. Insgesamt gibt es etwas über 134.000 Rinder, davon 66.000 Milchkühe. Damit ist das Unterallgäu der rinderreichste Landkreis in Bayern. Dazu kommen hunderte weitere landwirtschaftliche Betriebe, zum Beispiel etwa 100 Schweinehalter mit insgesamt 27.000 Schweinen. Das Veterinäramt ist außerdem für Imker, Fischzuchten und private Tierhalter, zum Beispiel von Haustieren, Geflügel und Pferden, zuständig.

Im Jahr 2018 gab es in 127 landwirtschaftlichen Betrieben Cross Compliance Kontrollen und 70 Futtermittelproben. Außerdem gingen 165 Tierschutzanzeigen ein.

Im Zuständigkeitsbereich des Unterallgäuer Veterinäramts liegen auch 142 Lebensmittelbetriebe – unter anderem Metzgereien, Kühlhäuser und Wildbetriebe.

Die Überwachung des Tierarzneimittel- und des internationalen Lebensmittelverkehrs gehören ebenfalls zu den Aufgaben. Allein für eine große Molkerei hat das Veterinäramt heuer bereits 600 Exportzeugnisse unterzeichnet.

Zudem überwacht das Veterinäramt Betriebe, die tierische Nebenprodukte verarbeiten, zum Beispiel Biogasanlagen – 93 solcher Betriebe gibt es im Unterallgäu.

Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Tierseuchenbekämpfung. Heuer sorgte zum Beispiel die Blauzungenkrankheit für Furore.

Derzeit sind am Unterallgäuer Veterinäramt viereinhalb Veterinärstellen besetzt. Ab Mitte November kommt eine Stelle hinzu.

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12.11.2019 Lindau (Bodensee). Stellungnahme der Stadtverwaltung Lindau zum Bürgerentscheid gegen ein Parkhaus am Karl-Bever-Platz:

„Selbstverständlich ist dieses Ergebnis ein Rückschlag für die Lösung der saisonalen Parkplatzprobleme in den kommenden Jahren. Als Stadt werden wir den politischen Willen achten und umsetzen. Wir haben uns schon in der Vergangenheit mit Alternativszenarien beschäftigt. Spruchreif ist keine dieser Lösungen, weil wir hier auch auf entsprechende Entscheidungen des Stadtrats angewiesen waren und sind.

Die Mehrheit des Stadtrates hat bereits einige von der Verwaltung vorgeschlagene Alternativlösungen abgelehnt. Wir denken da an die zeitweise Nutzung der Tannerwiese oder der Schindlerwiese. Beide Standorte hätten anschließend ökologisch aufgewertet werden können. Wir mussten deshalb immer wieder umdenken. Konstruktive Alternativvorschläge kamen bislang leider aus keinem Lager.

Wir werden weitere Gespräche mit Grundstückseigentümern führen und bei positivem Verlauf Konzepte entwickeln. Wir müssen alles daran setzen, die verkehrlichen Belastungen auch in den Sommermonaten möglichst gering zu halten.

Unrealistisch wäre es weiterhin auf ein Parkdeck am Karl-Bever-Platz zu setzen. Dieses, und darauf haben wir mehrfach hingewiesen, ist wegen des erheblich höheren Flächenverbrauchs abzulehnen, aber auch zeitlich vor der Gartenschau nicht zu realisieren. Eine Baustelle auf dem Karl-Bever-Platz im Jahr 2021 wäre die schlechteste Lösung.“

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12.11.2019 Memmingen. Mit rund 8.500 Besuchern sind die 17. Memminger Gesundheitstage zu Ende gegangen. Unter dem Motto „Gesund leben“ waren heuer wieder rund 70 Aussteller aus verschiedenen Bereichen des regionalen Gesundheitswesens in der Stadthalle vertreten.

„Unsere Gesundheit ist ein unbezahlbares Gut, das bei den meisten Menschen an erster Stelle der persönlichen Wunschliste steht“, betonte Memmingens Oberbürgermeister Manfred Schilder bei der feierlichen Eröffnung der Gesundheitsschau vor großem Publikum.

„Über einen gesunden Lebensstil und die breite Palette des medizinischen Angebots in unserer Stadt“, wie Schilder es nannte, konnten sich die Besucherinnen und Besucher der dreitägigen Messe an den Ständen von rund 70 Ausstellern sowie bei einem umfangreichen Vortrags- und Rahmenprogramm informieren. In über 30 Fachvorträgen vermittelten unter anderem Chef- und Oberärzte des Klinikum Memmingen neueste Informationen zu Volkskrankheiten wie Arthrose, Herzschwäche oder Rückenschmerzen. „Erfreulicherweise sind die Fortschritte der Medizin sowohl im diagnostischen wie auch im therapeutischen Bereich unaufhaltsam“, so der Ärztliche Direktor des Klinikum Memmingen, Professor Dr. Albrecht Pfeiffer. „Mit immer schonenderen Eingriffsverfahren bieten sich immer effizientere und individuellere Therapiemöglichkeiten.“

Über moderne Therapieverfahren in der Hirn- und Wirbelsäulenchirurgie referierte der Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie, Prof. Dr. Marcel Seiz-Rosenhagen, am Eröffnungsabend. Er verdeutlichte anhand anschaulichen Bildmaterials, wie die Patienten am Klinikum Memmingen hochspezialisiert unter Einsatz bester Technik an Kopf und Wirbelsäule behandelt werden. Um die höchste Ergebnisqualität zu erreichen, sei die Auswahl der optimalen Behandlung in Hinblick auf das Alter des Patienten, die Vorerkrankungen, die Vorgeschichte und die individuellen Erwartungen des Erkrankten entscheidend, so Seiz-Rosenhagen. Anhand eines überdimensionalen Gehirnmodells erklärte der Chefarzt den zahlreichen Besuchern die Strukturen des menschlichen Gehirns.

„Mit dem Vortragsprogramm erreichten wir insgesamt rund 1700 Besucherinnen und Besucher“, freute sich Ausstellungsleiterin Julia Mayer vom Hauptamt der Stadt Memmingen. Dabei erfuhren die Zuhörer auch Wissenswertes über verschiedene Krebserkrankungen, über Demenz, psychische Erkrankungen, gesunden Schlaf oder Stressabbau durch Meditation. „Gesund leben heißt bewusst leben“, sagte die Direktorin der AOK-Direktion Memmingen-Unterallgäu, Regina Merk-Bäuml. „Machen Sie sich Ihre Gesundheit zum Freund, denn so sparen Sie sich die Mühe, etwas im Inneren immer wieder bekämpfen zu müssen.“

Am Stand der AOK wurde in Kooperation mit dem Klinikum Memmingen eine kostenlose Blutzuckermessung angeboten, die von zahlreichen Besuchern in Anspruch genommen wurde. In einer Zuckerausstellung wiesen die AOK-Mitarbeiter auf Zuckerfallen in verschiedenen Lebensmitteln hin. Auch die Ernährungsberatung des Klinikums nahm die Besucher mit auf eine Reise ins „Zuckerland“ und verwöhnte mit gesunden Leckereien, teilweise ohne Laktose und Gluten, wie Maximilian Mai berichtete, Referats- und Verwaltungsleiter des Klinikums.

Um einen realistischen Eindruck der täglichen Arbeit auf der Kinderintensivstation des Klinikums zu vermitteln, hatte die Kinderklinik in der Stadthalle einen sogenannten Inkubator aufgebaut, in dem Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht von weniger als 400 Gramm versorgt werden, wie die Stationsleiterin Renate Olbrich erklärte.

Die Memminger Polizei informierte über Gefahren im Straßenverkehr durch Alkohol- und Drogenbeeinflussung beziehungsweise Ablenkungsfaktoren durch moderne Kommunikationsmittel wie Smartphone und Tablet. Auf großes Interesse stieß auch das Angebot der Hilfsorganisationen Bayerisches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe und Malteser Hilfsdienst. Unter den rund 30 Selbsthilfegruppen und Organisationen waren auch die Deutsche Parkinson Vereinigung, das Blaue Kreuz Memmingen, die Behinderten-Kontaktgruppe sowie der Behindertenbeirat und der Seniorenbeirat der Stadt Memmingen vertreten. Der Kinderschutzbund Memmingen-Unterallgäu präsentierte in Kooperation mit der „KoKi Frühe Hilfen“ ein Angebot für Kinder mit Leseecke und Kreativ-Treff.

Die Gesundheitstage, die im jährlichen Wechsel mit den Naturheiltagen in der Stadthalle präsentiert werden, sind eine gemeinsame Veranstaltung der Stadt Memmingen, des Klinikum Memmingen und der AOK-Direktion Memmingen-Unterallgäu in Zusammenarbeit mit Firmen, Behörden, Organisationen und Einrichtungen des Gesundheitswesens. Den nächsten Termin vom 5. bis 7. November 2021 können sich Interessierte gleich im Kalender markieren.

Die 17. Memminger Gesundheitstage sind eröffnet. Beim symbolischen Akt, dem Durchschneiden eines Bandes in den Stadtfarben (v.li.): Der Ärztliche Direktor des Klinikum Memmingen, Professor Dr. Albrecht Pfeiffer, die Direktorin der hiesigen AOK, Regina Merk-Bäuml, und Oberbürgermeister Manfred Schilder. Foto: Häfele/Pressestelle Klinikum Memmingen